Impressum

Trainingsort und Trainingszeiten

StandortMontag 19.30-22.00 Uhr (Bötzow-Grundschule)
StandortMittwoch 19.30-22.00 Uhr (Bötzow-Grundschule)

Bötzow-Grundschule: S41 bis Greifswalder Straße + 650m Fußweg oder die M10 bis Arnswalder Platz + 200m zu Fuß


Männer 2. Mannschaft

2. Männer

Das Team spielt in der Landesliga.

Unser Aufgebot:

M. Gornig,  P. Arndt, D. Grützner, T. Toense, R. Müller, C. Jordan, M. Sassenberg, T. Rammrath, C. Jordan, R. Schwabe, Tim Wehrmann, L. Gittinger, Tino Wehrmann, S. Hansen, M. Dietz, T. Lämmerhirt, M. Richter, L. Weckwerth, L. Vogt, P. Goslawski, M. Schultze-Moderow


Trainer: Robert Langforth







Ein misslungener Saisonstart und ein schwerer Abschied

Die Berichterstattung über die Spiele der Zwoten starten wir in dieser Saison mal etwas unkonventioneller – nämlich mit dem 3. Spieltag. Dass wir im Heimspiel gegen die Drittvertretung der SG OSC-Schöneberg-Friedenau mit Trauerflor spielten, lag daran, dass ein langjähriger Rotationer seinen langen Kampf gegen eine Krankheit letztlich doch verloren hatte. Der Autor selbst (und ich höre mal direkt auf von mir in der dritten Person zu schreiben) kannte Marci seit frühesten Handball-Jugendjahren. Dass er kein einfacher Mitspieler war, wird kaum jemand bestreiten können, der mal mit ihm zusammen gespielt hat. Doch genauso unbestreitbar waren sein unbedingter Kampfes- und Siegeswille und seine Liebe zu diesem geilen Sport.

 Auch wenn sie nicht elegant ist, so haben wir damit die Überleitung zum sportlichen Teil dieses Berichts. Nach einer 19:31-Klatsche gegen den Verbandsliga-Absteiger CHC und einer ebenso verdienten 29:34-Pleite gegen Mitaufsteiger Hellersdorf II, empfing unsere Zwote also am 3. Spieltag OSF III zu einem weiteren Aufsteiger-Duell.

Größtenteils sollte es ein Duell auf Augenhöhe werden, doch für den ersten Treffer ließen sich beide Teams Zeit. Erst nach knapp vier Minuten netzten die Gäste zum ersten Mal ein. Uns gelang erst nach über sechs Minuten das erste Tor. Generell kann die erste Halbzeit unserer Zwoten als Blaupause für Trainer benutzt werden. Wir demonstrierten nahezu perfekt, wie das eigene Spiel beeinflusst wird, wenn man sich zu sehr auf die (Nicht-)Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns konzentriert.

Bei 2:2 entschieden wir uns fast kollektiv beinahe jeden Pfiff der Herren in Rot zu kommentieren. Die Schöneberger nutzten das aus, spielten ihre Auslösehandlungen, stießen in die Lücke unserer Abwehr und etwa vier Minuten später stand es 3:8. Plötzlich entschlossen wir uns jedoch Handball zu spielen. Hinten wurde besser verschoben und gearbeitet und vorne sahen und nutzten wir nun die vorhandenen Lücken. Und vor allem kam kaum noch ein Wort in Richtung der Referees. Und siehe da – 9:9 nach knapp 18 Minuten. Auszeit OSF.

Vorne gelang weiterhin nicht alles und hinten bekamen wir den Kreisläufer nicht komplett in den Griff. Doch wir waren im Spiel. 14:15 zur Halbzeit. Der Tenor in der Kabine war eindeutig: „Jungs, es ist nur ein Tor!“ Leider sah das nach vier Minuten in Hälfte zwei etwas anders aus. Denn da prangte ein 14:18 auf der Anzeigetafel. Eine schwere und wie sich am Ende herausstellte eine zu schwere Hypothek.

Zwar kämpften wir uns, auch dank einiger starker Paraden von Martin, nochmal auf zwei Tore heran (18:20, 21:23), jedoch schafften wir es nicht den Bock ganz umzustoßen. Die Gäste hatten in der Defensive auf eine 5:1 bzw. teilweise eine 3:2:1 umgestellt. Uns gelang es aber zu selten Lücken zu schaffen bzw. die vorhanden konsequent auszunutzen. OSF agierte cleverer und einen Tick variabler. So kamen sie entweder über den Kreis oder auch aus dem Rückraum zu leicht zu Torabschlüssen. Hinzu kam, dass wir einige unnötige Zeitstrafen kassierten. Und diese Gelegenheiten ließen sich die Schöneberger nicht entgehen.

So entwickelte sich das Spiel von 21:27 über 24:28 bis hin zum Endstand von 26:30. Auch unsere dritte Partie der neuen Landesligasaison endete also mit einer verdienten Niederlage. Aber es ist eben doch einfach nur eine Niederlage im Freizeit- bzw. Breitensport.

Und so bleibt mir am Ende nur noch eines zu sagen und ich denke, ich kann da für alle sprechen, die dich kannten – egal ob Rotationer oder nicht:
Marci, mein Freund, mach es gut und hoffentlich kannst du nun in Frieden ruhen.

Statistiken der Spieltage 1-3:

SG R.P.B. II vs CHC (19:31)

Sören Hansen, Martin Schranz – Tim Wehrmann (8), Stephan Dietrich, Ricardo Schwabe (beide 3), Daniel Grützner, Matthias Gornig, Benjamin Sondheimer, René Müller, Tobias Lämmerhirt (alle 1), Leolo Vogt, Rene Österreich, Tobias Hack

TuS Hellersdorf II vs SG R.P.B. II (34:29)

Markus Dietz, Martin Schranz – Tim Wehrmann (7), Daniel Grützner (5), Leolo Vogt (4), Ricardo Schwabe (3), Matthias Gornig, Tobias Lämmerhirt, René Müller (alle 2), Max Schulz, Tobias Toense, Stephan Dietrich, Rene Österreich (alle 1), Lennart Deike

SG R.P.B. II vs SG OSF III (26:30)

Sören Hansen, Martin Schranz – Ricardo Gündel, Michael Schulz (beide 5), Leolo Vogt, Tino Wehrmann (beide 4), Max Schulz (3), Tobias Lämmerhirt, Tobias Toense (beide 2), Rene Österreich (1), Benjamin Sondheimer, Oliver Trautmann, Ricardo Schwabe


VfV Spandau II vs SG R.P.B. II (29:30)

Endlich wieder Landesliga!!

Auf solche Spiele freut sich doch ein jeder Spieler das ganze Jahr wenn es zum Ende der Saison geht. Für die Einen geht es um die goldene Ananas und für die Anderen um den Lohn einer ganzen Saison.

Am letzten Sonntag stellte sich dies beim Wochenende des Handballs des VfV Spandau wie folgt dar: der bereits feststehende 5. platzierte aus Spandau empfing die Zweitvertretung von Rotation auf dem 2. Platz der Stadtliga, mit dem Matchball zum Aufstieg in die Landesliga. Gebührend zum Anlass hatte Spandau sowohl für uns als auch für unsere Drittvertretung eine Licht- und Nebelshow arrangiert damit unsere zahlreichen Fans, die den weiten Weg bis zum Falkenseer Damm gefolgt waren auch gut unterhalten wurden. Das war schon mal kein schlechter Einstand um den Ausklang der Saison zu genießen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die 1. Männer von Spandau am Vortag bereits einen Probedurchgang hatte, der wohl feucht fröhlich mit der Berliner Meisterschaft gekrönt wurde. Glückwunsch dazu von unserer Seite aus dem Herzen Berlins.

Aber zurück zum Spiel. Nachdem der erste Nebel verflogen war stand es bereits 0:3 und wir wurden uns bewusst, welch ein harter Brocken Spandau bereits im Hinspiel war, der nur mit einer sehr konzentrierten Leistung bezwungen werden konnte. Durch dieses Bewusstsein resultierte nach vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten ein zwischenzeitlicher Ausgleich auf 3:3. Zudem konnten wir uns auf 2 Tore absetzen, was aber ebenso schnell wieder egalisiert wurde. Danach folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 11:11. Zur Schlussphase holen wir die Bälle in unserer Abwehr und waren wieder da und konnten uns mit drei Toren absetzen...wenn nicht das Kampfgericht die Anwesenheit von Robert am Kampfrichtertisch als Ablegen der grünen Karte gewertet hätte. Dadurch wurde der letzte Tempogegenstoß nicht gewertet und wir sind mit 13:11 zum Pausentee gegangen.

Im zweiten Abschnitt sollten wir unsere viel beschworene Rotationsklasse ausspielen und den Start in die zweite Hälfte etwas verschlafen. Zwischenzeitlich hatten wir gefühlt alles wieder im Griff aber beim Stand von 18:18 war das Spiel Spitz auf Knopf und Spandau hatte etwas Blut geleckt. Doch so schnell sollten und wollten wir den Sprung in die Landesliga nicht aufgeben und konnten mit mehr Bewegungen im Rückraum, die Spandauer Abwehr zu größeren Lücken gezwungen. Dadurch konnten wir im zweiten Abschnitt weiterhin immer in Führung gehen und in der Endphase kühlen Kopf bewahren. Beim Stand von 28:29 und eigenem Ball konnten wir zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Sowohl der Siegtreffer als auch das 30. Tor waren der Schlusspunkt in einer hochspannenden Partie von unserer Seite, was Spandau noch auf 29:30 verkürzen konnte. Auch hier gilt der Dank dem Kampfgericht, welches die Uhr vergaßen zu starten, so dass die letzten 30 Sekunden bestimmt 50 Sekunden waren. Zum Glück wurde das Wochenende des Handballs in Spandau  dadurch nicht nachhaltig gestört und wir konnten den Aufstieg fest machen!! Dank an alle Trainer und Betreuer, die dieses Teilprojekt unterstützt haben. Am kommenden Sonntag gilt es für uns im Velodrom dann auch nur noch um die goldene Ananas gegen Borussia Friedrichsfelde um 14 Uhr. Vorab drücken wir den 4. und 3. Männern die Daumen ihre Ziele in dieser Saison zu erreichen.

Statistik: Arndt (7 Tore), Wehrmann und Gornig (beide 6 Tore), Tennigkeit (4 Tore), Rammrath, Landmesser, Leolo und  Schulz (2 Tore), Wehrmann, Österreich, Toense, Deike, Schwabe, Hansen (TW)


CHC II vs SG R.P.B. II (19:37)

Auswärts ist immer noch am Schönsten - 1. Matchball erspielt

Der Spielplan hatte keinen Fehler als er das Spiel bei CHC II an einem Freitag um 18 Uhr anzeigte. Diese Anwurfzeit ist allerdings immer noch besser als an einem Sonntagmorgen um 9 Uhr in Spandau anzutreten, Grüße an HC Pankow.

Trotz der ungewohnten Anwurfzeit fand sich eine beachtliche Zuschauerzahl ein um  fast die gleiche Band zu sehen, die bereits gegen BTV II die wichtigen Punkte für die Rückkehr in die Landesliga holte. So starteten wir die Dampflok um die zwei Punkte einzuholen. Mit schnellen und einfachen Toren konnten wir CHC den Schneid abkaufen. Über 1:4 und 4:9 waren die Weichen relativ schnell gestellt. In dieser Phase mussten wir unseren starken Rückhalt im Tor durch unsere Geheimwaffe Matze tauschen. Der Grund war der, dass Thomas einen Wurf an den Kopf bekommen hatte und danach etwas Probleme beim sehen hatte. Zum Ausgleich durfte er auf Grund der fehlenden Kühloptionen sein Auge mit einer Bierdose kühlen. Danke dafür nochmal an den Spender aus dem Publikum.

Zurück zum Spiel, in der unsere Fahrt nicht ins stottern geriet, da Matze im Tor gleich die ersten drei freien Würfe abwehrte und wir unsere Angriffe positiv abschlossen. Zum Halbzeitpfiff hatten wir bereits 19 mal eingesetzt und nur 10 Gegentore gefangen. Hier gilt der Dank unserem wieder starken Torhüterduo.

An der Marschroute für die zweite Halbzeit musste nichts mehr geändert werden und so konnten wir das Spiel seriös zu Ende bringen. Über 12:23 und 16:33 kamen wir bei 19:37 zu einem nie gefährdeten Sieg. Damit können wir am kommenden Spieltag die Rückkehr in die Landesliga sichern. Dazu muss bei der jungen Spandauer Truppe am 07.05. gewonnen werden. Spielbeginn am Falkenseer Damm ist um 16 Uhr. Großer Dank an alle Anwesenden!

Statistik: Klein (6), Tennigkeit, Lämmerhund (beide 4), Gornig, Arndt, Schneider (jeweils 3), Jung, Landmesser (beide 2), Wehrmann, Österreich, Rammrath, Schulz (jeweils 1), Furcht (TW)


SG R.P.B. II vs BTV 1850 II (32:25)

Das Vorspiel mit Hauptakt

Ein Vorspiel hat meistens den faden Beigeschmack von Langeweile bzw. wenig Spannung. Wir hatten also das Vergnügen das Vorspiel zum vorentscheidenden Spiel zum Aufstieg der 1 . Herren in der Landesliga zu sein. Wenn uns eins am Herzen lag, dann war es der Aspekt keine Spannung aufkommen zu lassen. Hierzu musste aber der Tabellennachbar aus Kreuzberg in seine Schranken verwiesen werden um dadurch unsere gute Ausgangsposition für die Rückkehr in die Landesliga zu ebnen.

Im Hinspiel hatten wir bei BTV unsere 1. Saisonniederlage erlitten und im Verlauf des darauffolgenden Spiels den Platz an der Sonne verloren. Es galt also keine Zweifel aufkommen zu lassen und glückselige Gesichter nach 60 Minuten zu erblicken. Dafür hatte sich eine beachtliche Band zusammengefunden, die einen Esprit verspürte, der sonst als sogenannter "absoluter Siegeswillen" bekannt ist. Aber genug der Floskeln; hinein ins Spiel:

BTV durfte anwerfen und konnte den 1. Treffer des Spiels erzielen. Hier zeigte sich die Klasse der Verbandsligaerfahrenen Rückraum-Achse, die nicht aus jeder halbgaren  Situation auf das Tor warfen sondern lange Angriffe ausspielten. Dies war aber nicht gleichbedeutend um weitere Treffer zu erzielen. Durch eine sehr starke Anfangsphase konnten die Bälle in der Abwehr gewonnen werden und sehr schnell nach vorne getragen werden samt Torerfolg. Der Lohn war ein 5:0 Lauf und ein Gegner, der sich weiterhin in langen Angriffen zum Torerfolg mühte. Hier kam uns die fehlende Zuordnung und der langsame Rückzug des Gegners sehr entgegen.

Aus der konzentrierten Anfangsviertelstunde konnten wir uns mit 10:5 absetzen und hatten das Spiel eigentlich im Griff. Aber dieses eigentlich wurde leichtfertig weggeworfen und der Gegner wieder ins Spiel zurück geholt. In dieser Phase hatte BTV uns mit unseren Waffen geschlagen und unsere Fehler eiskalt bestraft. Dadurch wurde aus dem 5-Tore-Vorsprung eine minimale Führung von 14:13 bzw 15:14. Es wurden nochmal alle Sinne geschärft und der Motor höher gefahren um die Führung wieder auszubauen. Hier konnte sprichwörtlich in letzter Sekunde die 3-Tore-Führung ausgebaut werden, in dem wir den letzten Angriff in 8 Sekunden vollenden mussten. Es half die absolute Überzeugung den Ball in des Gegners Maschen zu werfen um mit einem "So wird´s gemacht" Gefühl in die Kabine zu gehen.

Zum Halbzeit-Rapport wurden die Sinne nochmal geschärft und die breitere Bank beschrien. Dies sollte im Verlauf ein Faktor werden, da wir weiterhin fröhlich durchwechseln konnten und BTV hier die wirklichen Alternativen fehlten. Unsere bereits starke Defensive wurde durch die überragende Torhüterleistung von Thomas getopt, aus dieser heraus wir schnelle Gegenstöße fahren und den Gegner weiterhin zu kraftraubenden Angriffen zwingen durften. Einziger Wermutstropfen in der Ausbauphase unseres Vorsprungs war die Verletzung unser Flügelflitzers Daniel Grützner, der noch fleißig seinen Tempogegenstoß einnetzte um dann vom Feld zu humpeln. Das nenne ich Einsatz und natürlich schnelle Genesung von dieser Stelle, Hinkebein!

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Wir bauten unsere Führung weiter Stück für Stück aus und BTV versuchte noch alles um dem etwas entgegenzusetzen. Doch auch die verschiedenen Deckungsvarianten waren für die Rotationer keine Hürde mehr und so konnte mit dem 32:25 Sieg ein wichtiger Akt vollzogen werden. In den letzten drei Partien müssen noch drei Punkte geholt werden um den Aufstieg sicher zu haben. Die ersten Punkte dafür sollen am 21.04. beim CHC II geholt werden. Wir sind bereit!

Statistik: Grützner (6), Temigkeit (5), Schulz, Schuktze-Mackerow, Arndt (jeweils 4), Gornig, Schneider (jeweils 3), Rammrath (2), Toense (1), Österreich, Landmesser, Hansen und Furcht (beide TW) 


HC Pankow vs SG R.P.B. II (19:30)

Böse Erinnerungen und die Leichtigkeit des Seins

Wer in der 15. Minute des Spiels unserer Zwoten bei HC Pankow auf dieses Endergebnis gesetzt hätte, den hätte man entweder in die weiße Jacke mit den auf dem Rücken zusammen gebundenen Ärmel stecken können oder als Wettgenie bezeichnen können. Denn die erste Viertelstunde in der Achillesstraße erinnerte ganz stark an das Hinspiel. Damals stand es nach etwas mehr als 10 Minuten 0:2 gegen uns. Im Rückspiel führte Pankow ebenfalls nach 10 Minuten – diesmal mit 4:2.

Die Parallelen waren besorgniserregend. Die Pankower formierten zwar einen gut funktionierenden 6:0-Defensivverbund, aber wir erzeugten auch zu wenig Druck. Wir spielten von Außen zu Außen ohne auf einer Position wirklich mal tiefer in die Lücke zu stoßen. Und gab es mal Chancen, wurden diese relativ leichtfertig vergeben. Der HC hingegen spielte im Angriff seine Auslösehandlungen geduldig aus und netzte hin und wieder mal ein. Auch die frühe Auszeit von Robert kam einem aus dem Hinspiel bekannt vor. Statt „Fangt ihr jetzt endlich mal an?“ fragte er diesmal „Was ist denn los?“ in die Runde.

Man konnte nicht sofort vom Timeout-Effekt sprechen. Denn nach etwa 15 gespielten Minuten führten die Gastgeber verdient mit drei Toren (7:4, 8:5). Doch die Einstellung, vor allem in der Abwehr, hatte sich bei den Prenzlbergern geändert. Es wurde besser verschoben, das Kreisspiel wurde vermehrt unterbunden und Thomas im Tor fischte fast alles raus was auf seinen Kasten kam. So ergaben sich immer öfter Gegenstoßgelegenheiten. Egal ob über die erste oder die zweite Welle, wir trieben den Ball schnell nach vorne und nutzten nun die Lücke in der noch unsortierten Pankow-Abwehr konsequent aus. Mit 2:9 ging die zweite Hälfte der ersten Halbzeit somit klar an Rotation. Halbzeitstand demzufolge 10:13.

Der Start in Durchgang zwei ähnelte zwar dem Spielbeginn, aber auch nur für 3-4 Minuten (11:13, 13:15). Denn diesmal realisierten wir schneller, dass man eine Defensive einfach in Bewegung bringen muss, damit Lücken entstehen. Und dank unserer weiterhin stabilen Abwehr machten wir acht Tore in Folge ohne Gegentreffer (13:21). Beim 14:24 führten wir erstmals mit zehn Toren. Ob Tempogegenstoß oder Positionsangriff – in dieser Phase gelang fast alles. Die Krönung war ein erfolgreicher Kempa in Unterzahl. Felix sah auf Mitte keine Alternative, als den Ball einfach mal hoch in den Sechsmeterraum zu passen. Martin S., sowieso schon in der Stoßbewegung Richtung Abwehr, sprang beim Siebenmeterpunkt ab und vollendete die Kombination.

Der einzige Wermutstropfen war Müllers Verletzung. Nach einer Abwehraktion lief er mit den Worten „der ist gebrochen, der ist gebrochen“ Richtung Bank und hielt sich die rechte Hand. Die Position seines kleinen Fingers war definitiv nicht mehr natürlich. Auf diesem Wege nochmal gute Besserung an René. Glücklicherweise war das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden. Wir verwalteten den Vorsprung bis zum Abpfiff und siegten am Ende klar mit 19:30. Zitat Tim: „Das ist ja mal das perfekte Ergebnis für einen Bierwart, oder?“ Wohl wahr, denn dank Martin G. (30. Tor) und Sörens Oberschenkel (verhinderte das 20. Gegentor) konnten wir uns neben den zwei Punkten auch über zwei weitere Kisten freuen (danke Robert).

Statistik: Sören Hansen, Thomas Furcht – Eric Schulz (9), Leolo Vogt (4), Matthias Gornig, Tobias Toense (beide 3), Daniel Grützner, Tino Wehrmann, René Müller, Martin Schlegel, Tobias Tennigkeit (alle 2), Martin Grunow (1), Felix Landmesser


HSG Kreuzberg II vs SG R.P.B. II (22:28)

Die einzige Konstanz ist die Bank

Mit Kind und Kegel ging es am Sonntagnachmittag zum Doppelspieltag bei der HSG Kreuzberg. Die Zweitvertretungen duellierten sich im Vorspiel und sollten einen verheißungsvollen wenn nicht sogar richtungsweisenden Sieg einfahren.

Beginnen tut es wieder mit dem altbekannten Treffen in der Umkleide, was wieder ein Strahlen in die Gesichter brachte. Hatten doch die ein oder anderen Protagonisten lange nicht mehr miteinander gespielt und sich nur noch mit sagenumwobenen Hymnen aufeinander abgefeiert. Die im Vorfeld groß angekündigten Rückkehrer aus dem letzten Bericht konnten wegen verschiedenster Verpflichtungen nicht teilnehmen, so dass sich trotz allem ein ganz solide Band einfand.

So ging es auch gleich ins Spiel und Daniel hatte nicht nur verbal Lust auf das Spiel sondern zeigte gleich im ersten Abschnitt der Partie seine Stärke in der 1. Welle. So konnten wir die Fehler der Kreuzberger in ihrem Angriffsspiel über die 1. und 2. Welle gut nutzen um uns zwischenzeitlich auf 5 Tore abzusetzen. Dies führte wiederum zu kleinen Nachlässigkeiten im Abwehrverbund und frühen Abschlüssen was den Vorsprung auf 3 Tore schmelzen ließ. In dieser Phase konnten wir aber immer auf die einfachen Tore über den Kreis punkten, was wie im letzten Spiel eine Bank war.

Die 2. Halbzeit gestaltete sich Anfangs recht zäh, da beide Mannschaften sich nicht gerade mit Handball-Ruhm bekleckerten und mit frühen wenn nicht sogar halbgaren Chancen aufwarteten. Trotz allem konnte auch hier die Bank, die entscheidenen Impulse setzen und den Vorsprung langsam auf sechs Tore ausbauen. Hier zeigt sich aber die wahre Stärke der Mannschaft, dass sie solche Spiele mit einer Ruhe zu Ende spielt ohne dem Gegner die Chance lässt näher ranzukommen. Somit ist der Sieg von 22:28 am Ende vollkommen gerechtfertigt und lässt uns vom 2. Podiumsplätzchen lächeln.

Für die Statistik ist die Lesbarkeit des Protokolls leider nicht ausreichend aber statistisch gesehen waren wir noch besser als das Ergebnis :)


SG R.P.B. II vs SG NARVA Berlin III (32:28)

Die jungen Wilden drehen auf

An diesem Sonntag geseelten sich wieder allseits bekannte und auch weniger bekannte Gesichter in die Umkleidekabine um ihrem Sport nachzugehen. Der Turnbeutel wurde ausgepackt, der Gegner gesichtet, die beste Kabinenmusik lief und die Stimmung suchte noch ihren Siedepunkt. Nach dem der furiose und abgeklärte Sieg der Vierten gegen Pfeffersport eingetütet war, sollte aber auch dieser Siedepunkt gefunden worden sein und die Lust auf mehr Punkte in unserer Heimhalle deutlich gestiegen sein.

So starten wir auch gleich in Halbzeit eins und behaupteten die Führung um diese Stück für Stück auszubauen. Jede kleine Unaufmerksamkeit wurde versucht auszunutzen und in einen weiteren Angriff umgeleitet. Das Manko an diesem Nachmittag hieß aber Chancenverwertung. In solchen Partien zeigt sich neben dem eigentlichen Duell der beiden Mannschaften, das Duell der Torhüter. Da hatte der Schlussmann von Narva einen ganz exzellenten Tag erwischt und vereitelte in Halbzeit eins die ein oder andere gute Chance. Im Gegenzug zeigte Hansi im Nachgang Selbstironie zu seiner Leistung in Halbzeit eins und behauptete mit seinem kleinen Finger sich die Tore selber reingelegt zu haben. Vielleicht war aber auch unsere Abwehr einfach noch nicht gewillt Gegenwehr zu leisten und wenn doch dann zu halbherzig und verspätet, was sich dann in 5 Zeitstrafen gegen uns zeigte. Zwischenergebnis davon war, dass wir uns nur noch zu viert auf der Platte wiederfanden. 

Doch genau diesen Weckruf haben wir anscheinend gebraucht, da wir mit den jungen Wilden trotzdem das Spiel gestalteten und auch erfolgreich im Abschluss waren. Dadurch konnten wir zwar den nun entstandenen Rückstand nur verwalten aber ein Zeichen des Willens war da. So ging es dann doch mit gemischten Gefühlen in die Kabine um sich die eigenen Unfähigkeiten beim Stand von 15:17 nochmal vor Augen zu führen.

Anscheinend hatte dies Früchte getragen und wir starteten furios aus der Halbzeit mit einem 9:3-Lauf. Narva versuchte noch mit diversen Umstellungen das Heft wieder an sich zu reißen aber weder Max noch Tobi oder Eric zeigten Nerven sondern spielten ihren Stiefel runter. Eric konnte sogar eine 100 % Quote vom Punkt aufweisen und nutzte die Chance diesen Höhenflug reichlich auszukosten. Der etatmäßige Schütze muss am kommenden Wochenende seine zarten Hände wieder an den Ball legen und zeigen, ob er den Akt auf Messers Schneide bestehen kann. Wir dürfen gespannt sein! Spannung ließen wir in diesem Spiel nicht mehr aufkommen, was aber kein Grund ist die Kugel dem Gegner fast grundlos in die Hände zu spielen. Hier muss sich der Schreiberling doch selber nochmal über sich selbst ärgern. 

Das Endergebnis von 32:28 liest sich dann doch ganz gut und wir freuen uns über den zurückgekämpften Platz 2 in der Tabelle. Am kommenden Sonntag steht die nächste Aufgabe bei der HSG Kreuzberg II an, wo wir eine entsprechende Leistung abrufen müssen damit wir uns nicht unnötig in Not bringen. Mit den jungen Wilden sollte dies aber kein Problem sein!

Statistik: Erisc Schulz (8), Maximilian Schulz (6), Tobias Toense, Philipp Arndt und Rene Müller (jeweils 4), Tobias Hack (2), Daniel Grützner, Matthias Gornig, Lennart Deike und Marc Gregarek (jeweils 1), Stephan Gilles, Martin Grunow, Nils Hansen (TW) und Sören Hansen (TW)


TSV Rudow III vs SG R.P.B. II (32:27)

„Mit dieser Leistung würden wir viele andere Teams besiegen“

Erster gegen Zweiter, beste Abwehr gegen zweitbeste Abwehr, Rudow III gegen Rotation II – so lautete das Spitzenspiel in der Stadtliga A. Nachdem sich noch einige kurzfristige (Rückraum)-Ausfälle zu den bereits vorhandenen Langzeitausfällen gesellten, machten sich neun Rotationer in der Halle in der Neuhofer Str. warm. Ein Dank gilt hier unserer Dritten, die nach ihrer Niederlage in Lichtenrade noch einen Abstecher nach Rudow machte. Egal ob von der Tribüne oder auf dem Feld in Person von Marcel, Max und Kevin – die Unterstützung war da.

Na denn mal rein ins zweite Topspiel der Rückrunde für unsere Zwote. Hinten aufmerksam, schnell nach vorne und kein Wort zum Schiedsrichter waren die Vorgaben. Das erste klappte in der Anfangsphase exzellent. Gute Absprachen, beherztes Zupacken und eine ordentliche Grundaggressivität – Die Defensivarbeit der Zwoten in den ersten Minuten konnte sich mehr als sehen lassen. Und vorne verwerteten wir die gut herausgespielten Chancen, so dass schnell ein 1:4 auf der Tafel stand. Zwar glichen die erfahrenen Recken aus dem Süden Berlins durch vereinzelte Durchbrüche oder Würfe aus dem Rückraum aus (4:4), doch wir waren im Spiel. Bedienen wir uns nun mal eines schon fast als Phrase geltenden Ausspruches: „in der Folge konnte sich kein Team entscheidend absetzen“.  Es war ein gutes Handballspiel, in dem beide Mannschaften offensiv wie defensiv ihre Glanzmomente hatten (6:5, 7:8, 10:10). Mehrere Zeitstrafen brachten dann den ersten Knacks ins Spiel. Zwei-Minuten-Strafen wegen übertriebener Härte, Meckerns oder unnötigen Foulspiels sorgten dafür, dass es ab Mitte der Halbzeit kaum einen Moment gab, in dem beide Teams komplett waren. Bei teilweise 5 gegen 4 demonstrierten die Rudower nun erstmals ihre größere Cleverness (12:10, 15:11). Bei 29:45 hatten wir dann noch eine Auszeit und der letzte Angriff gehörte uns. Die entscheidende Ansage kam von Zlatan: „Wenn Matze auffüllt, soll er einfach mal einen abschmatzen.“ Gesagt, getan. Nach abgelaufener Zeitstrafe kam Matze bei 29:53 aufs Feld und schmatzte den Ball direkt ab ins gegnerische Netz zum 15:12-Halbzeitstand.

Drei Tore Rückstand, da ist noch alles drin – war in etwa die Quintessenz der Kabinenansprache. Den etwas besseren Start erwischten aber die Gastgeber (18:14, 20:15). Trotz der Hinweise in der Halbzeit gab es weiter vermehrt Tore aus dem Rückraum. Und vorne (Achtung nächste Phrase) „mussten wir uns jedes Tor hart erarbeiten.“ Taktikänderungen waren die logische Konsequenz, wollte man hier noch etwas reißen. Hinten nahmen wir einen Rückraumspieler raus und vorne agierten wir nun mit zwei Kreisläufern. Zwar kamen wir nochmal auf drei Tore heran (21:18, 22:19), dennoch fruchteten die Umstellung nicht wie gewünscht. Bei unserer 5+1-Deckung spielten die Rudower entweder ihre individuelle Klasse aus oder setzten immer wieder gekonnt ihren Kreisspieler ein. Wir hingegen schafften es im 4:2-Angriff zu selten Maxim oder Kevin am Kreis anzuspielen oder die Abwehr der Gastgeber entscheidend unter Druck zu setzen. In den letzten Minuten nahm Max dann das Heft des Handels in die Hand und nutzte seine Schnelligkeit im 1:1. Doch da wir hinten weiter zu viele leichte Gegentore kassierten, endete die Partie verdientermaßen mit einem 32:27-Sieg für Rudow III.

„Mit dieser Leistung würden wir viele andere Teams besiegen“ oder „gegen diese Truppe kann man verlieren“ waren nur zwei Aussagen nach dem Spiel. Die Leistung stimmte größtenteils. Leider zeigten wir nicht oft genug, warum wir die zweitbeste Abwehr der Liga haben. Trotz der Pleite sind wir noch mitten im Aufstiegsrennen. Also Mund abwischen, weiter von Spiel zu Spiel denken und Einfach Machen ;-)

Statistik: Sören Hansen, Thomas Furcht – Max Schulz (7), Fabian Heiland (5), Eric Schulz (4), Daniel Grützner, Maxim Schultze-Moderow (3), Tino Wehrmann, Matthias Gornig (2), Ricardo Schwabe (1), Tobias Toense, Marcel Göllnitz


SG R.P.B. II vs SG TMBW Berlin II (36:17)

Pflicht erfüllt

Was gibt es Schöneres, als an einem Sonntagabend auf der Couch zu chillen und bei einem Bierchen gemütlich das Wochenende ausklingen zu lassen? Richtig, man kann sich ab 20 Uhr auch in einer Sporthalle gemeinsam die heißgeliebte etwa 450 Gramm schwere Pille hin und her- oder auch mal in ein Netz schmeißen. Demzufolge empfing Rotzes Zwote die Zweitvertretung TMBW.

Die Vorgabe für die Partie war eigentlich schon beim Betreten der Halle klar. Während sich die Gäste mit 5-6 Leuten warm machten, waren es auf Seiten der Zwoten deren 13. Ordentlich aufs Tempo drücken war also angesagt. Mit einem 4:0-Start als Grundlage machten wir schnell klar, dass wir nicht solch ein Gequäle wie im Hinspiel erleben wollten (6:2, 8:3, 10:4). Das Ergebnis hätte schon Mitte der Hälfte noch deutlicher sein können. Aber wir konnten oder wollten unsere Gegenstoß-Aktionen nicht konsequent genug zu Ende spielen. Für das Highlight in Durchgang eins sorgte dann Müller. Zunächst fing alles an wie immer: Er fing den Ball nicht ;-) Doch was er dann aus dem verloren geglaubten Ball machte, wie er ihn doch noch weiter passen konnte, riss alle Rotationer von ihren Sitzen und Bänken. Stehende Ovationen und „Müller, Müller“-Sprechchöre waren die Folge. Und womit – mit Recht. Bis auf den Halbrechten der Tempelhofer hatte unsere Defensive den Gegner größtenteils im Griff. So zogen wir über 12:5 und 15:6 beim 18:8 erstmals auf 10 Tore davon. Der Halbzeitstand lautete 20:11. „Fünf Tore zu wenig und fünf Gegentore zu viel“ war die Zusammenfassung in der Kabine.

Halbzeit zwei lief dann eigentlich mehr oder weniger genauso weiter (22:12, 24:13, 25:16). Nach einem 5:0-Sprint war das Spiel dann endgültig in Sack und Tüten (30:16). Vor allem unsere 9-Tore-Boys Fabi (über Konter) und Ramme (im Positionsangriff) ragten hier heraus. Man merkte nun mehr und mehr, dass TMBW nur zu acht war und wir von einer vollen Bank profitieren konnten. Nach einem Gegentor legten wir dann nochmal eine 6:0-Serie hin und so wurde das Spiel bei 36:17 abgepfiffen. Wie immer einen großen Dank an unsere Bierspender (diesmal Ramme und Robert) und vor allem an alle da gebliebenen Fans.

Statistik: Sören Hansen, Markus Dietz – Fabian Heiland, Torsten Rammrath (beide 9), Tim Wehrmann (6), René Müller (5), Max Schulz (3), Fritz Ewert (2), Matthias Gornig, Robert Langforth (beide 1), Tino Wehrmann, Lucas Weckwerth

HF BW Spd. 2000 vs SG R.P.B. II (27:23)

Rutschpartie endet auf dem Hosenboden

Nach der sehr durchwachsenen Partie gegen Adler Berlin in der Vorwoche ging es für Rotations Zwote zum ersten Spitzenspiel der Rückrunde. Bei der Anreise zum Tabellenvierten Blau-Weiß Spandau 2000 hatten einige vielleicht einen Rainald Grebe-Song im Kopf - mit Passagen wie „Nimm dir was zu Essen mit, wir fahren nach Brandenburg.“ Denn die Heimspielstätte der Handballfreunde liegt quasi an (auf) der Grenze zum Nachbarbundesland. Nichtsdestotrotz fand sich ein gut gemixter Haufen zusammen. Ob Topmodel, polnische Sexmaschine, Überflieger oder Arbeitstier – wir hatten alles dabei.

Aus dem gewonnen Hinspiel wussten wir, dass die Westberliner einen schnellen, guten Ball spielen. Wir wussten aber auch, dass wir ihnen mit einer aggressiven Abwehr und einem gut geordneten Angriff Probleme bereiten können. Das mit der Defensive klappte zu Beginn relativ gut, aber unser Offensivspiel war, wie im gesamten Spiel dann zu sehen, nicht zielstrebig genug. Doch auch Spandau brannte zum Start nicht gerade ein Offensivfeuerwerk ab (2:2, 4:3, 4:6, 7:6, 8:8). Im Laufe der Halbzeit wurde unser Angriff dann etwas strukturierter. Wir hielten einen leichten Vorsprung von zwei Toren (9:11, 10:12). Im Nachhinein betrachtet, hätten wir in dieser Phase für eine kleine Vorentscheidung sorgen können oder müssen. Die Chancen dafür waren ausreichend da. Fehlpässe und Fehlwürfe verhinderten aber, dass wir mit einem beruhigenden Polster in die Kabinen gehen konnten. So blieb Spandau dran (12:13).

Zu Beginn von Durchgang zwei lieferten wir uns dann ein Privatduell mit dem Gehäuse sowie dem Torhüter der Spandauer. Vier Pfostentreffer und zwei gehaltene Bälle führten zu einem 5:1-Lauf der Gastgeber (17:14). Unser erstes Tor gelang uns dabei erst nach etwa sieben Minuten. In der Folge behaupteten die Blau-Weißen den Vorsprung von 3-4 Toren (18:15, 21:17). Mitte der zweiten Hälfte gab es dann die einzige ungünstige (Nicht-)Entscheidung des ansonsten sehr gut pfeifenden Spandauer Trainers (Schiedsrichter fehlte leider). Fritz setzte sich gut durch, wurde gefoult und erhielt den fälligen Strafwurf. Doch die durchaus berechtigte Zwei-Minuten-Strafe für einen Treffer im Gesicht (zu sehen an der auf dem Boden liegenden Brille und dem rötlichen Fleck und Kretzer nahe des Auges) blieb aus. Stattdessen kassierte Fritz für ein Foul an eben diesem Gegenspieler eine berechtigte Zeitstrafe. Zwar konnte wir die Unterzahl ausgeglichen gestalten, doch in Über- statt Unterzahl hätten wir näher ran kommen können.

Hätte, hätte Fahrradkette. Man hätte ja auch einfach öfter das Kreisspiel suchen können, man hätte ja auch einfach mehr in die Lücken stoßen können, man hätte ja auch einfach den Torwart ausgucken und nicht dauernd anwerfen können. Und so weiter und so fort. Obwohl ein Hätte muss noch erwähnt werden: Man hätte ja auch, wie in der Halbzeit angesagt, nach einem Tempogegenstoßtor zur Mittellinie zurück laufen können. Denn wenn der Gegner mit drei Spielern einen Konter läuft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man dann nach dem Anwurf in Überzahl ist.

Klar wurde mit zunehmender Spieldauer aber auch, dass Spandau sowohl körperlich als auch mental fitter wirkte. Statt wie wütende Piraten, die ein gegnerisches Schiff noch entern wollen, liefen wir teilweise rum, wie nicht gegossene Zimmerpflanzen. So endete das Spiel in der sehr rutschigen Halle am Gatower Flugplatz für uns auf dem Hosenboden. Eine verdiente Niederlage für uns oder, um es fairer und korrekter zu formulieren, ein verdienter 27:23-Sieg für die Handballfreunde von Blau-Weiß Spandau.

Hier noch die obligatorische Phrase nach solch einem Spiel: Mund abwischen und weiter machen! Nach der vierwöchigen Pause kommt dann TMBW II in die Seelebinderhalle. Auch da haben wir uns im Hinspiel nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Statistik:  Sören Hansen, Thomas Furcht – Torsten Rammrath (7),Eric Schulz (5), Tino Wehrmann (4), Ricardo Schwabe, Paul Goslawksi (beide 3), Fritz Ewert (1), Kamil Bobowski, Tobias Toense, Marcel Göllnitz


SG R.P.B. II vs SV Adler Berlin (26:25)

Der rotierende Adler

Was für ein schneeweißer Sonntag, der uns Hallensportler das Vergnügen bereitet in der Halle den Turnbeutel auszupacken und nicht abhängig von den Gefühlsregungen des Kollegen Petrus zu sein. Dazu noch ein Gegner, der uns im Hinspiel einen wunderbaren Start in die Saison mit einem 35:19-Sieg bereitet hatte. Also alles vorbereitet auf eine deftige Bauchlandung auf Grund von Überheblichkeit... 

Doch weit gefehlt! Nach dem überragenden Start in das neue Jahr bei den Sportfreunden von Borussia Friedrichsfelde, wurde dort angeknüpft, wo aufgehört wurde. Eine vom Start weg hochmotivierte Truppe netzte in den ersten Minuten alles ein und ließ hinten nichts zu. Ob es an der Ladehemmung der Adler lag oder an der starken Defensive ließ sich auf Nachfrage beim Torhüter nicht erklären. Er mache hier nur seinen Job, war seine Aussage. Dieser Vorsprung wurde mitgenommen und Abra Kadabra zauberte sich ein 13:10...äh, ja, das lässt sich nicht ganz leicht erklären also schieben wir es auf die taktische Neuausrichtung; der Trainer ist immer schuld und außerdem wollten wir in der 2. Halbzeit auch noch Aufgaben haben...also es zauberte sich ein 13:10 auf die Anzeigetafel und wir hatten etwas Redebedarf in der Kabine.  

Somit war der Adler nach seinem kleinen Sturzflug wieder im Rennen und sollte sich sicherlich etwas ausgerechnet haben für die zweite Halbzeit. Hier nun zeigte sich die Mannschaft von ihrer starken Seite und ließ an dem Adler nur noch ein paar Federn. Die Halbzeitansprache schien ihre Früchte getragen zu haben und bei 20:12 war der Vorsprung wieder im Bereich, wo die Herzfrequenz sich auch wieder auf Normallevel zeigt. Bei dem Schneetreiben vor der Halle freute sich der eine oder andere sicherlich auf eine schöne Schneeballschlacht um den Sonntag auch ordentlich zu beenden. Bei dieser Träumerei wurde das Handballspielen komplett eingestellt (anders ist dies dem neutralen Zuschauer nicht zu erklären und immer kann der Coach auch nicht herhalten) und der Adler hatte sich seiner letzten Kräfte besonnen. Dies bedeutete, dass nicht nur der Vorsprung immer weiter schmolz sondern auch, dass die Adler 8 Minuten vor Schluss den Ausgleich erzielten. Der Gegner zeigte sich somit auch gänzlich unbeeindruckt von unserer bisherigen Darbietung, die bei weitem kein Schleckermäulchen war aber ein paar feine Filetstücken hatte, wie zum Beispiel das starke Sperre-Absetzen-Zusammenspiel von Halblinks mit dem Kreis. Das sah schon fast nach Weltmeisterschaft aus...Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es eines der wenigen guten Anspiele war, die unser Kreis auch verwerten konnte...

Aber zurück zur nun unnötig spannend gemachten Schlussphase, da wir unserem Publikum auch etwas bieten wollten. Beim Stand von 22:22 war nun alles auf null gestellt und es galt die besseren Nerven zu haben. Die Adler spielten weiterhin ihren langatmigen Stiefel runter und konnten damit auch dreimal in Führung gehen, welche wir aber auch umgehend dreimal egalisieren konnten. Zu allem Überfluss holten sich die Adler zwei 2-Minuten-Strafen in der Crunch Time ab und spielten in den beiden Schlussminuten nur noch zu viert und somit in unsere Karten. In dieser Phase konnten wir die Zügel wieder etwas mehr anziehen und zwei Tore in Folge zum 25:24 erzielen und zum am Ende doch verdienten wenn auch glücklichen Sieg die Gläser erheben. 

Nächste Woche spielen wir an einem Samstag gegen die Handballfreunde von BlauWeiß Spandau. Seien wir dort wachsamer und konzentrierter und ersparen uns somit hoffentlich das Affentheater, sodass wir am Sonntag den wahren  allsonntäglichen Tatort mit voller Spannung genießen können.

Statistik: Thomas Furcht, Sören Hansen – Ricardo Schwabe, Philipp Arndt (beide 6), Lennart Deike, Fritz Ewert (beide 3), Eric Schulz, Tim Wehrmann, Martin Grunow, Tobias Toense (jeweils 2), Matthias Gornig, Kamil Bobowski, Marcel Göllnitz, Riccardo Blauert


Borussia Friedrichsfelde vs SG R.P.B. II (17:31)

Die jungen Wilden und der Siebenmeterkiller

Guter Auftakt zum Abschluss. Klingt erstmal paradox, trifft den Nagel aber ganz gut auf den Kopf. Denn mit einem klaren Auftaktsieg bei Borussia Friedrichsfelde zum Ende der Hinrunde feierte Rotations Zwote einen gelungenen Auftakt ins Jahr 2017.

Dabei agierten beide Teams zu Beginn der Partie auf Augenhöhe. Die Borussia nutzte die noch vorhandenen Abstimmungsprobleme in der Prenzlberger Abwehr gekonnt aus – mal von außen, mal über den Kreis und mal im Eins gegen Eins. Doch da auch die Friedrichsfelder Defensive nicht lückenlos war, hatten auch wir unsere Chancen (2:0, 2:2, 4:3). Die restliche Halbzeit kann man dann entweder mit den Zwischenständen 4:8, 8:8 und 9:14 oder mit den Serien der beiden Mannschaften beschreiben. Nach Adam Riese macht das also zunächst einen 5-Tore-Lauf für unsere Zwote gefolgt von einer 4-Treffer-Serie der Hausherren. Die war auch begünstigt durch unsere schwache Chancenverwertung. Wir ließen reihenweise Möglichkeiten liegen und hätten die auch gleich die Insellatrine (ja gemeint ist die Toilette) runterjagen können.

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich legten wir vor allem in der Abwehr zwei oder sogar drei Gänge höher ein. Mit einer gesunden Härte kauften wir den Borussen den Schneid ab und gaben ihnen kaum noch freie Würfe. Dass man dabei auch mal über das erlaubte Maß hinaus schlägt, bewies Martin auf eindrucksvolle Weise, als er die Hand seines Gegenspielers am liebsten mit nach Hause genommen hätte. Ob er noch euphorisiert vom Vorabend war oder ob er vor dem Spiel heimlich noch einen Kampfkeks verdrückt hatte, bleibt wohl sein Geheimnis. Auf jeden Fall gab es eine berechtigte Zeitstrafe und einen berechtigten Strafwurf. Doch dafür hatten wir ja Siebenmeterkiller Thomas dabei. Insgesamt entschärfte er fünf von neun Strafwürfen. Kann man schonmal machen oder um es mit Eltons Worten zu sagen: „War ok Thomas.“ So legten wir also eine 6:1-Serie hin und gingen mit einem 5-Tore-Vorsprung (9:14) in den zweiten Durchgang.

Und der ist eigentlich schnell erzählt. Wenn man in den ersten elf Minuten der Halbzeit kein Gegentor bekommt und selbst sieben Tore erzielt (9:21), ist der Drops eigentlich schon gelutscht oder die Messe schon gelesen. Den höchsten Abstand verbuchten wir dann beim 12:26. Ein Dank gilt unseren beiden jungen Wilden Fabi, der schon in Durchgang eins ordentlich einnetzte und Max, der mit Eric zusammen das Angriffsspiel leitete und vor allem während der doppelten Manndeckung die Initiative ergriff. Saubere Leistung Boys, aber jetzt nicht abheben, sondern schön auf dem Boden bleiben. Abgepfiffen wurde dann bei 17:31. Damit ist allen klar, dass der größte Dank mal wieder Robert gilt, der unsere Abwehr erneut gut eingestellt hat. Und zwar so gut, dass er sich erneut über das Ausgeben einer Kiste freuen darf. In der Kabine konnten wir dann dank unseres Xylophon-Masters a.k.a. DJ Erich noch ein paar flotte Sohlen aufs Duschparkett legen und feierten so einen guten Start ins neue (Handball-)Jahr.

Doch zum Abschluss mache ich gerne nochmal den Motzki und sage frei nach Shakespeare, es war nicht alles Gold was glänzte. Denn so ein leicht verschlafener Start ins Spiel oder die ausgelassenen Chancen können einem auch mal das Genick brechen. Und dann hat einen die Realität wieder ganz schnell auf den Boden der Tatsaschen zurückgeholt. Aber nun genug mit dieser Phrasendrescherei. In dem Sinne Rolle Rolle und Einfach Machen.

Statistik: Thomas Furcht, Sören Hansen – Fabian Heiland (9), Eric Schulz (8), Tino Wehrmann (6), Maxim Schultze-Moderow (4 - inkl. 30. Tor), Maximilian Schulz (2), Martin Grunow, Matthias Gornig (beide 1), Fabian Elting, Tobias Toense, Kamil Bobowski

SG R.P.B. II vs VfV Spandau II (29:23)

So antwortet man auf eine Mini-Krise

Nach den beiden Spielen gegen BTV II und CHC II, die man getrost  mit der Spülung die Toilette runterjagen konnte, meldete sich die Zwote von Rotation mit einem souveränen Sieg im Spitzenspiel gegen die Zweitvertretung des VfV Spandau zurück. Nach unserer Weihnachtsparty am Freitag, bei der, egal ob Männer- oder Frauenmannschaft, das Tanzbein geschwungen und die Gläser gehoben wurden, konnten wir also auch zum Ende des Wochenendes ordentlich feiern.

Ist schon geil, wenn man nach Wochen des fröhlichen Mannschafts-Mixens mal wieder den Großteil des kompletten Kaders zur Verfügung hat. Wenn man dann noch in einer Enzyklopädie die Wortgruppe „Start nach Maß“ nachschlagen würde, könnte man dahinter durchaus unsere ersten zehn Minuten finden. Die Abwehr stand sehr gut bzw. traf Spandau so gut wie nichts und vorne waren die Lücken in der 5:1-Abwehrformation der Gäste ausreichend gesät. Es kam einem teilweise so vor, als ob man Kartoffeln bei einer gut laufenden Kartoffellese einfach nur aufsammeln müsste. Zwischenstand nach etwas mehr als zehn Minuten 11:2 – Boom.

Dass das nicht so weiter gehen würde, war klar. Dafür war der Tabellenvierte aus dem Berliner Nordwesten dann doch zu gut. Über 11:5 und 12:6 kam Spandau beim 12:9 wieder in Schlagdistanz. Doch an diesem Tag waren alle Rotationer heiß. Während das Spiel in dieser Phase in den letzten Wochen nochmal deutlich enger geworden oder sogar gekippt wäre, behielten wir heute einen kühlen Kopf. Besonders hervor zu heben ist unser Tobi-Trio bestehend aus den beiden A-Jugendlichen Hack und Klein sowie dem Nicht-mehr-ganz-A-Jugendlichen Toense. Zwar rockten die drei das Feld nicht wie AnnenMayKantereit oder Placebo ihre Bühnen, aber sie verteilten ihre Tore und besten Aktionen so geschickt übers ganze Spiel, dass wir Spandau immer auf Distanz halten konnten – wie etwa Sekunden vor der Halbzeitsirene mit einem frech verwandelten Konter zum 14:9-Halbzeitstand.

Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs verliefen deutlich anders als noch in Halbzeit eins. Denn Spandau war ja mittlerweile im Spiel angekommen. Mit einigen gut herausgespielten Toren demonstrierten die Gäste, warum sie zu recht im oberen Tabellendrittel stehen. Der Grund warum sie das Spiel in dieser Phase nicht drehen konnten, war, dass sich Rotations Zwote an diesem Tag keinen wirklichen gravierenden Einbruch erlaubte – auch nicht den sonst obligatorischen verschlafenen Start in Hälfte zwei. So blieb es beim Abstand von 4-5 Toren (15:11, 17:12). Ab 18:13 zogen wir dann die Zügel wieder etwas an und setzten uns vorentscheidend auf 22:13 ab. Abgepfiffen wurde das Spielchen dann bei 29:23.

Mit so einem Ergebnis und vor allem so einer Leistung kann man das Jahr definitiv beenden. Einen Autokorso haben wir uns mit Sicherheit nicht verdient. Dafür haben wir drei Minuspunkte zu viel kassiert und auch generell die nötige Konstanz über mehrere Spiele vermissen lassen. Dennoch haben wir als Zweiter weiter beste Chancen auf den geplanten Wiederaufstieg.

Somit bleibt auch uns von der Zwoten und Dritten (geiler Sieg gegen Spandaus Dritte!!!) allen ein besinnliches Fest und nen juten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Und wie immer sei darauf hingewiesen, dass das mit dem Rutschen zu Silvester nicht zu wörtlich genommen werden sollte – das Lazarett muss nicht wieder gefüllt werden.

P.S.: Das Wort Vogelgrippe sinnvoll in einen Spielbericht einzubinden, ist verdammt schwer.

Statistik: Sören Hansen, Nils Hansen – Tim Wehrmann (7), Philipp Arndt (6 – schön, dass du wieder dabei warst), Maxim Schultze-Moderow (4), Fritz Ewert (3), Tobias Toense, Tino Wehrmann (beide 2), Eric Schulz, Tobias Hack, Marcel Göllnitz, Tobias Klein, Kamil Bobowski (alle 1), Leolo Vogt


BTV 1850 II vs SG R.P.B. II (33:22)

Der Spielbericht mal anders




SG R.P.B. II vs HC Pankow (23:21)

Auch schlechte Spiele muss man gewinnen und richtig schlechte erst recht

Also, dann versuche ich mal etwas zum Heimspiel von Rotations Zwoter gegen HC Pankow zu schreiben. Ist gar nicht so leicht da etwas Positives zu finden. Klar, wir haben gewonnen. Klar, wir haben erneut bewiesen, dass man auch solche (sehr) schlechten Spiele für sich entscheiden kann. Doch die Leistung, die wir zeigten, war nicht wirklich das, was wir eigentlich können.

Ok, die Vorzeichen waren wieder nicht wirklich gut. Zum Aufwärmen trafen sich diesmal nur sechs Prenzlberger Sportskameraden. Unterstützung gab es wieder aus anderen Mannschaften, diesmal waren es sechs Jungs aus der Dritten, die zuvor ihren ersten Saisonsieg feierten.

Na dann gehen wir mal rein ins Spiel. Wobei, die ersten zehn Minuten können wir direkt überspringen. Also starten wir das Spiel in der elften Minute beim Stand von 0:2. Ja, richtig gelesen: Wir brauchten mehr als zehn Minuten für unser erstes Tor! Unser Angriff sah teilweise genauso verkrampft aus, wie der Versuch Erdnussbutter auf ein ungetoastetes, trockenes Toastbrot zu schmieren. Nach einer Auszeit (Robert: „Fangt ihr jetzt endlich mal an?“) und einem 1:4-Rückstand begannen wir dann auch allmählich uns in die Partie zu kämpfen. Die Abwehr stand prinzipiell ganz gut. Es gelang uns aber nun auch mal vermehrt die Fehler der Gäste auszunutzen. So holten wir uns über 4:4 und 7:5 eine halbwegs akzeptable 11:8-Führung. Mit drei Toren Vorsprung für unsere Zwote (12:9) endete dann die erste Hälfte.

Die wichtigste und eindringlichste Aussage in der Kabine war logischerweise „Bitte nicht wieder solch einen Start wie in der ersten Halbzeit.“  Das gelang uns auch. Mehr noch waren wir mittlerweile im Spiel angekommen. Vorne spielten wir im Positionsangriff etwas ruhiger durch als noch in Durchgang eins. Besonders unser Kreisspiel funktionierte. Auch wenn die Lücke noch so eng war, irgendwie fanden die Pässe von Tim den Weg zu Kevin. Ähnlich wie sich auch das Wasser einen Weg durch die berühmte Meerespforte in Gibraltar zwischen den Kontinenten Afrikas und Europas bahnt. So konnten wir uns leicht absetzen (14:10, 18:13, 20:14). Es schien so, als ob wir das Ganze doch noch souverän nach Hause fahren würden.

Falsch gedacht. Zwar wurde vor allem die Abwehr noch stabiler und ermöglichte uns einfache Ballgewinne. Leider leisteten wir uns aber den Luxus die anschließenden Chancen leichtfertig zu vergeben. Fehlpässe, überhastete Abschlüsse oder ungünstige Wurfpositionen verhinderten, dass wir den berühmten Deckel auf den Topf machen konnten. Vollkommen unnötig ließen wir Pankow wieder ins Spiel (20:18). Beim 21:20 hatten die Gäste dann tatsächlich den Anschluss wieder hergestellt. Hinzu kam eine 4 gegen 5 Unterzahl. Kurioserweise spielten wir nun ruhiger und cleverer. Wir überstanden die Unterzahl und Paul setzte mit seinem Siebenmeter den 23:21-Schlusspunkt.

Nicht schön, aber selten. Hauptsache gewonnen. Hauptsache weiter ungeschlagen. Im Spitzenspiel gegen BTV II haben wir direkt die Chance zu zeigen, dass wir besser spielen können. Also: Einfach Machen.

Statistik: Matthias Becker, Dennis Lopenz – Eric Schulz, Tim Wehrmann, Kamil Bobowski (alle 4), Martin Grunow (3), Tino Wehrmann, Leolo Vogt, Ricardo Schwabe (alle 2), Paul Goslawski, Tobias Lämmerhirt (beide 1), Fritz Ewert

SG R.P.B. II vs HSG Kreuzberg II (30:24)

Rotationer Musketiere wahren weiße Weste

Zugegeben, der Titel klingt natürlich ganz schön dramatisch und pathetisch. Aber tatsächlich passte das Musketier-Motto „Einer für alle und alle für einen“ für Rotations Zwote im Duell mit der zweiten Mannschaft der HSG Kreuzberg ziemlich gut. Dabei war solch ein Zusammenhalt an diesem Tag gar nicht so selbstverständlich. Ein Mix aus erster, zweiter, dritter und vierter Mannschaft sollte und wollte die weiße Weste für unsere Zwote wahren. Aufgrund einiger Langzeitverletzter und kurzfristiger Ausfälle begannen wir unsere Aufwärm-Routine nämlich mit gerade mal sieben Leuten. Manch einer würde sagen „Sieben Leute sind eine Mannschaft, das reicht aus“ – aber wir waren doch ganz froh, dass einige Spieler der Dritten nach ihrer kräftezehrenden Partie zuvor noch einmal ihre Knochen hinhalten wollten.

Zwar trainieren Zweite und Dritte zusammen, dennoch fehlte eine gewisse Eingespieltheit (auch wenn es das Wort nicht gibt). Vor allem in der Defensive gab es noch Abstimmungsprobleme. Zudem taten wir uns vorne sichtlich schwer Lücken zu finden oder zu kreieren. 1:0, 2:2, 3:5 lauteten daher die Zwischenstände. Nach diesem Zwei-Tore-Rückstand gelang es unserem zusammengewürfelten Haufen allmählich etwas Konstanz reinzubringen. Hinten machten Erste-Männer-Leihgabe Elton und Vereinsneuzugang Marcel (der gleich mal gefühlt 120 Minuten für Dritte und Zweite auf der Platte stand) das Zentrum dicht. Und vorne leitete Rico, sonst in der Vierten aktiv, das Angriffsspiel der Zwoten. Das Gute ist, dass viele Auslösehandlungen mannschaftsübergreifend bekannt sind. Hinzu kam, dass „The Master of the Rangelei“ Paul sein Comeback gab. Zwar blieb ihm sein erster Saisontreffer verwehrt, doch er brachte den gewohnten Schwung rein. Und zwar nicht nur in unser Huddle, das beim „Roll Rolle“-Ruf gefühlt die ganze Spielfläche ausnutzte, sondern vor allem in unser Spiel. So drehten wir den ganzen Spaß mit einem 5:0-Lauf (8:5) und verteidigten diesen Vorsprung bis zur Pause (10:7, 13:10, 15:12).

Die zweite Hälfte war irgendwie komisch. Klingt komisch, ist aber so. Nach einer schnellen und komfortabel wirkenden 17:12-Führung, kam Kreuzberg mit einem 1:5-Lauf wieder auf ein Tor heran. Ab da hatten wir zwar immer eine Antwort parat (19:18, 21:19, 22:20). Doch irgendwie hatte man weder das Gefühl, dass wir uns entscheidend absetzen können, noch dass Kreuzberg das Ding noch drehen könnte. Machten wir einen Fehler, machte Kreuzberg einen Fehler. Oder umgekehrt. Traf Kreuzberg, trafen wir. Oder umgekehrt. Wichtig waren in dieser Phase auch unsere Goalies. Sören konnte einige Freie parieren und Nils hielt den einen oder anderen Siebenmeter bzw. guckte ihn am Tor vorbei. Erst ab dem 24:22 legten wir einen erneuten 5:0-Spurt ein und entschieden die Partie. Bis auf Lennart freuten sich dann auch noch alle über das 30. Tor und so stand am Ende ein souverän wirkender 30:24-Erfolg zu Buche.

Diesmal war also nicht die Verwertung der Torchancen entscheidend (jedem der den letzten Bericht gelesen hat, wird klar sein, welches Wort gemeint ist ;-)). Stattdessen zeigte unser aus vier Mannschaften gemixtes Team, welchen Zusammenhalt man sich auch während eines Spiels erarbeiten kann. Hut ab Männer, hat Spaß gemacht. Danke an alle, die ausgeholfen haben.

Statistik: Sören Hansen, Nils Hansen – Eric Schulz, Tino Wehrmann (beide 6), Martin Grunow, Ricardo Gündel (beide 4), Marcel Göllnitz (3), Fabian Elting, Lennart Deike, Riccardo Blauert (alle 2), Karl Jung (1), Fritz Ewert, Paul Goslawski, Felix Lau

SG NARVA Berlin III vs SG R.P.B. II (18:24)

Effizienz kann Spiele entscheiden

Punkte einzufahren nach intensiven Spielen prägt unseren mannschaftlichen Progress enorm. Denn im Auswärtsspiel bei der dritten Mannschaft der SG NARVA, mussten bei einem überschaubaren bzw. noch nicht ganz fitten Rückraum, andere in die Bresche springen. Acht unsere 24 Buden wurden von etatmäßigen Rückraumspielern gemacht. Doch die weitaus wichtigeren Zahlen lauteten anders.

8 aus 27 und 16 aus 22 – das sollte als Zusammenfassung der beiden Halbzeiten gegen NARVA III eigentlich reichen. Denn die gesteigerte Effizienz im zweiten Durchgang war der siegbringende Faktor. Während unsere Zwote in Halbzeit eins 27 Angriffe für gerade einmal acht Tore brauchte, waren es nach dem Seitenwechsel 16 Treffer aus 22 Angriffsversuchen.

Es war ein zerfahrener Beginn in der Halle vor dem Schlesischen Tor. Der Tabellenletzte kam in seiner Ausweich-Heimhalle etwas besser oder zumindest treffsicherer in die Partie und führte nach knapp vier Minuten mit 2:0. Beide Mannschaften bestachen vor allem mit Fehlpässen oder technischen Fehlern. Vor allem die längen Bälle in der 1. Welle gingen mit einer Wahrscheinlichkeit verloren. Sinnbildlich dafür eine Situation, in der beide Teams nacheinander die Chance auf einen Tempogegenstoß hatten und die Pässe jeweils in den Händen des Gegners landeten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Zahlen auf der Anzeigetafel nur langsam anstiegen (3:2, 6:4, 9:6). Die Friedrichshainer machten etwas weniger Fehler im Angriff und wirkten insgesamt etwas cleverer. Zwar verkürzten wir nochmal auf 9:8 und hatten sogar den vermeintlich letzten Angriff, doch jubeln durften die Gastgeber. Nach einem Wembley-Gedenk-Tor stand es zur Hälfte 10:8. Und das nicht ganz unverdient.

Unsere Trainerteam wird es mit Sicherheit gern gesehen haben, dass die Männer der Zwoten die Kabinenansprache sehr gut umsetzten. Ein 1:4-Lauf brachte uns beim 11:12 die erste Führung in diesem Spiel. Achtung Spoileralarm: Die gaben wir bis zum Ende nicht mehr her. Neben der gesteigerten Effektivität in der Offensive, zeigten wir besonders in der Abwehr eine phasenweise sehr gute Leistung. Und wie heißt es schön, wenn mal einer durchkam war ja noch der Sören zur Stelle – Mal mit einem stehengebliebenen Bein, das er nicht schnell genug wegbekam und mal mit einer guten Reaktion. Dennoch blieb NARVA zunächst dran (12:13, 13:15) und konnte beim 16:16 letztmalig ausgleichen. Denn dann dachte sich Fabi: „Ach komm, ich hau hier einfach mal ein paar Dinger rein!“ Egal ob spitzer Winkel von außen, Tempogegenstoß oder einfach mal eine Fackel von Halb in den Winkel – Fabi war on fire. Auch dank seiner Tore setzten wir uns vorentscheidend auf 16:21 ab und sicherten uns am Ende mit 18:24 die nächsten zwei Punkte.

Dem biertrinkenden Leser wird mit Sicherheit nicht entgangen sein, dass sich der Coach dank unserer Abwehrleistung (unter 20 ;-)) erneut über das Bezahlen einer Kiste freuen darf (Danke Robert). Aber wie schon eingangs erwähnt, war es vor allem das effizientere Verwerten unserer Angriffe, das uns an diesem Tag auf die Siegerstraße brachte.

Statistik: Markus Dietz, Sören Hansen – Fabian Heiland (6), René Müller (3), Lucas Weckwerth, Daniel Grützner, Tim Wehrmann, Fritz Ewert, Leolo Vogt, Robert Langforth (alle 2), Tino Wehrmann, Eric Schulz, Max Richter (alle 1), Tobias Toense


SG R.P.B. II vs Turnsport 11 (18:24)

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze – heute mal nicht

Prinzipiell ist das Pokalspiel unserer zweiten Männer gegen Turnsport 1911 relativ schnell erzählt. Man nehme einen Verbandsligisten und einen Stadtligisten, mische das mit einem zu zaghaften Angriff und einer teilweise zu löchrigen Abwehr, füge ein altbekanntes Problem mit dem Herren in Schwarz hinzu und würze das Ganze mit etwas fehlender Cleverness. Fertig ist die heutige Mahlzeit „Pokalaus 2016/2017“.

Aber wir wollen dem geneigten Leser natürlich etwas mehr Futter für die allabendlichen Diskussionen am Abenbrottisch geben. Daher mal flott rein ins Geschehen. Die Turnsportler waren mit einer überschaubaren, wir dagegen mit einer vollen Bank angetreten. „Tempohandball mit Spaß“ war daher die Vorgabe. Hingewiesen wurde zudem auf das Zusammenspiel der Rückraumleute mit dem Kreis. Wer bei dem Halbzeitstand von 7:9 von einer Abwehrschlacht ausgeht, kann das getrost wieder zu den Akten legen. Denn beide Teams standen zwar ganz gut in der Defensive (Turnsport etwas besser als wir), aber die Offensivreihen hatten beide nicht ihren allerbesten Tag erwischt.

0:2 und 1:4 lauteten die ersten nennenswerten Zwischenstände. Nach etwa 8 Minuten gelang uns dann auch mal der zweite Treffer. Das war’s aber erstmal. Unsere Gäste ließen einen 0:4-Lauf folgen, auch weil wir uns viele unnötige oder unvorbereitete Würfe nahmen. Beim Stand von 3:9 drehte sich das Spielchen dann aber mal eben um. Turnsport vergab einige Hochkaräter bzw. Mittelkaräter, wir dagegen spielten mehrere Auslösehandlungen mal konsequent zu Ende. Siehe da, ein 4:0-Lauf unserseits und nur zwei Tore Rückstand zur Hälfte.

In Halbzeit zwei machten wir hinten leider ähnliche Fehler wie in Durchgang eins. Vor allem das vor der Partie angesprochene Kreisspiel des Gegners bekamen wir nicht in den Griff. Entweder wollten wir zu zweit oder gar zu dritt den Kreis decken. Oder wir gingen (teils zu spät) auf den Rückraumspieler rauf und ließen dem Kreis so zu viel Platz. Dennoch blieben wir zumindest in Schlagdistanz (7:10, 8:12, 10:15). Nun kam aber unser altbekanntes Problem mit dem altehrwürdigen Herren in Schwarz und seinen (Nicht-)Entscheidungen hinzu. Sein Mantra „Das entschiede Ich“ muss man nunmal akzeptieren.

Doch ironischerweise brachten uns gerade zwei zumindest diskussionswürdige Zeitstrafen kurzzeitig zurück ins Spiel. Denn wie schon so oft erwähnt, Unterzahl können wir irgendwie. Die Phase mit teilweise zwei Mann weniger auf der Platte gewannen wir und hatten das Momentum beim 12:16 ein wenig auf unserer Seite. Doch dieses fiese Momentum überlegt es sich ganz oft auch ganz schnell wieder anders. Turnsport spielte cleverer und zog vorentscheidend auf 12:20 davon – begünstigt durch Diskussionen, ungenaue Abspiele und Fehlwürfe unsererseits. Noch ein bisschen Ergebniskosmetik und schon hat man das Endergebnis von 18:24.

Wie schon in der Vorsaison kam die erste Saisonniederlage für Rotations Zwote also im Pokal. Doch anders als letztes Jahr präsentierte sich die Zwote deutlich motivierter. An diesem Tag aber siegte die cleverere Mannschaft und „ermöglichte“ unserem Team einige freie Wochenenden mehr in dieser Saison.

Statistik: Sören Hansen, Nils Hansen (beide TW) – Leolo Vogt (5), Tino Wehrmann, Ricardo Schwabe (beide 3), Tim Wehrmann, Kamil Bobowski (beide 2), Fritz Ewert, Eric Schulz, Tobias Toense (alle 1), Stephan Gilles, Martin Grunow, Max Richter, Felix Lau

SG R.P.B. II vs TSV Rudow III (27:26)

Spiel Alt gegen Jung oder Familientreffen mal anders

Wie das nun alles wieder zusammenpasst, zwei vollkommen gegensätzliche Überschriften, lassen den verdutzten Leser ratlos zurück. Es soll sich aber alles auflösen in der Beschreibung der letzten 60 Minuten vom Stadtliga Spitzenspiel.

Kommen wir also zum Anfang der Partie. Jung, dynamisch und gespickt mit ein wenig Erfahrung gegen Alt, erfahren und jeden Schritt bewusst machend um nicht einen Schritt zu viel zu machen. Um dies mit Zahlen zu untermauern sei das Durchschnittsalter beider Teams erwähnt: 25,1 Jahre gegen 43,3 Jahre. Dazu kam noch ein nicht ganz unerfahrener Trainer, der sicherlich als Ikone Rudows betitelt werden kann.

Diese kleine Darstellung hätte eigentlich gereicht um Ehrfurcht zu erzeugen aber zu allem Überfluss zeigten die Herren aus dem Süden der Stadt in den Anfangsminuten, welche Klasse sie noch auf das Parkett zaubern können. Hier stach der wurfgewaltige Rückraum-Rechte in Erscheinung, der sich auf Grund der starken Leistung in Halbzeit eins im Verlauf mit einer Manndeckung erfreuen durfte.  Dies sollte auch die einzig fruchtende Maßnahme gegen die abgeklärten Gäste zu sein. Mit ihren klar ausgespielten Kombinationen konnte Rudow sich Poe á Poe absetzen und einen 6-Tore-Vorsprung erspielen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch kein Mittel, um uns zu erwehren und zu allem Überfluss hatte Rudows Torhüter Reinke in Halbzeit eins vermeintlich jeden zweiten Wurf aufs Tor gehalten.

Mit einer entsprechenden Auszeit durfte der Wille der Rotationer zumindest geweckt worden sein, dieses Debakel zumindestens etwas glimpflicher zu gestalten. Mit einem kleinem Zwischenspurt konnten wir bis zur Pause auf 13:15 verkürzen und hatten dabei sogar noch die Chance auf einen Treffer ranzukommen aber dieses Angriff sollte sich zum Bummerang erweisen...wenn da nicht noch unser fast vermählter Torhüter wäre, der seinem Kontrahenten gegenüber die Show stehlen sollte.

Zur Halbzeit war man sich seiner Sache noch nicht ganz so sicher, da man die eigenen Startschwierigkeiten nach dem Pausentee kannte. Nachtigall, ich hör dir trapsen ... Aber auch hier würden wir eines Besseren belehrt. Mit einem 7:2-Lauf starteten wir aus der Halbzeit und konnten einen teilweise ratlosen Gegner wider erwarten vor schwierige Aufgaben stellen, da wir nun im Abwehrverbund etwas Zement angerührt hatten. Gleiches hatten auch die Rudower getan, so dass es eine kleine Abwehrschlacht wurde bei der sich keine Mannschaft, richtig absetzen konnte. Zudem ließen wir viele freie Würfe ungenutzt. Ein Dilemma was sich nicht zum Nachteil wandelte, da wir hinten weiterhin beherzt zupackten und den am Ende etwas glücklichen aber dennoch verdienten Sieg ins Ziel brachten.

Was das nun alles mit einem Familientreffen zu tun hat, das können sicherlich der Onkel aus Rudow bzw. sein Neffe von Rotze bei der nächsten Sendung "Handall verrückt-direkt aus Prenzelberg" erzählen. Diese wird dann im Pokal gegen Turnsport 11 Am Sonntag um 13 Uhr im Velodrom gezeigt werden.

Statistik: Martin Grunow (3), Maximilian Richter (3), Fabian Heiland (2), Maxim Schultze (3), Eric Schulz (3), Tim Wehrmann (5), Philipp Arndt (3), Tobias Toense (3), Kamil Bobowska (2)


SG TMBW Berlin II vs SG R.P.B. II (27:32)


Ohne Abendbrot ab ins Bett

Am Samstagabend sollte es wie in der letzten Saison zum Duell der zweiten Mannschaften von TMBW und Rotation kommen. Diesmal allerdings eine Liga tiefer. Als Vorspiel durften wir uns die weibliche B-Jugend von TMBW anschauen, die mit einem sensationellen Ergebnis von 6:27 aus der Halle gefegt wurden. So einfach sollten wir die Punkte aus Schöneberg allerdings nicht mitnehmen können. 

Laut Protokoll sollten sich bei TMBW 12 Personen auf der Bank wiederfinden, was sich zu Spielbeginn aber auf 8 Personen reduzieren sollte. Unsere Devise lautete ein schnelles Spiel zu führen was im Umkehrschluss bedeutete, dass TMBW versuchte die Uhr runterzuspielen. Somit waren die Gegebenheiten klar und auch auf das gute Zusammenspiel von Mittelmann und Kreis wurde hingewiesen, nur haperte es ein wenig an der Umsetzung. Im Verlauf der ersten Halbzeit haderten wir mit uns und fanden erst spät zur Konzentration auf das Spiel zurück. Dies spiegelt sich auch im Spielverlauf wider, der erst zum Ende der ersten Halbzeit eine Führung mit 15:13 zu unseren Gunsten zeigte. 

Somit sollte unsere Marschroute für die zweite Halbzeit klar sein. Weitermachen, wo man aufgehört hatte!! Leider kamen wir nicht, wie erhofft aus der Kabine. Eine chronische Erkrankung des Vereins scheint das zu sein...Zudem hatte unser Mittelmann in den ersten beiden Aktionen so klare 7m Situationen herausgespielt, dass die Schiedsrichter auf Grund der enormen Schnelligkeit dies nicht anerkennen wollten, dass der Gegner bereits bei 5m verteidigte.

TMBW nutzte diese Chance und konnte nicht nur ausgleichen sondern auch mit zwei Toren in Führung gehen. Somit mussten wir zum zweiten Mal an diesem Abend unseren Fokus neu setzen und konsequenter unsere Situationen ausspielen. Diese Marschroute sollte sich auszahlen und beim Ausgleich zum 21:21 war beim Gegner die grüne Karte fällig.

Als im folgenden Angriff des Gegners nichts klappen wollte, da wir am Abwehrspielen Spaß gefunden hatten und auch Sören sich der enormen Unterstützung seiner Tochter bewusst wurde, war auch der bekanntlich letzte Wille gebrochen. Nicht zu vergessen ist unsere Stärke vom Punkt, wo wir im zweiten Abschnitt alle Würfe verwandeln konnten, so dass von am Ende 11 Siebenmetern nur zwei nicht versenkt wurden. 

Beim Endstand von 27:32 wurde abgepfiffen und Tim konnte sich als Torschütze des Abends mit 11 Toren auszeichnen. Trotz allem hätte uns Mama mit der Leistung ohne Abendbrot ins Bett geschickt. Schauen wir mal, ob wir nächste Woche Sonntag, den 02.10. um 14 Uhr gegen Rudow III unsere weiße Weste wahren können!? Seid dabei!!

Statistik: Statistik: Markus Dietz, Sören Hansen (beide TW) – Tim Wehrmann (11), Philipp Arndt (7), Fabian Haland (4), Fritz Ewert (3), René Müller (2), Kamil Bobowski (2), Martin Grunow (1), Maximilan Schultze (1), Matthias Gornig (1), Tobias Toense, Maximilian Richter 


SG R.P.B. II vs HF BW Spd. 2000 (21:18)

Wie hoch springt nochmal dieses ominöse Pferd?

Um es mit Grinses Worten nach dem Spiel in der Kabine zu sagen: „Man, haben wir scheiße gespielt“, aber um es mit einer sehr bekannten Phrase zu sagen: „Hauptsache zwei Punkte!“ So kann man das erste Heimspiel der Saison gegen die Handballfreunde Blau-Weiß Spandau 2000 schon recht gut beschreiben. Sicherlich war nicht alles schlecht, ansonsten hätte die Zwote gegen die Gäste aus Spandau ja nicht gewonnen. Aber im Vergleich zum Auftaktsieg in der Vorwoche gab es eigentlich nur wenige  Parallelen, etwa unsere schwache Chancenverwertung und die Kiste(n) des Coaches (erneut: danke Robert).

Aber rein ins Spiel. Noch etwas Positives vorne weg: Wir lagen nie Rückstand. Von 1:0 gings über 2:2 zu 4:2 zu 5:3 und dann zu 6:4. Liest sich ja für eine Anfangsphase gar nicht mal so schlecht. Bedenkt man dann aber, wie viele Chancen aufgrund von Fehlwürfen, Fehlpässen oder suboptimalen Wurfpositionen vergeben wurden, darf man sich dann doch schon ordentlich ärgern. Der Vorsprung hätte, wie schon gegen Adler Berlin, größer sein können, eigentlich sogar müssen. Aber so hielten wir unsere Spandauer Gäste, die verletzungsbedingt relativ früh auf den Ex-Zwote-Rotationer Maurice verzichten mussten, im Spiel. (Gute Besserung an dieser Stelle an Mo).

6:6, 7:7, 9:9 lauteten die weiteren Stationen, auch weil wir den gegnerischen Torwart schön warm warfen. Zwar wurde vorher besprochen, wo man hinwerfen sollte. Doch wie selbstverständlich versuchten wir dann vermehrt dort zu treffen, wo wir eigentlich nicht hinwerfen sollten. Mit 12:11 ging es dann zum Pausentee.

Der Plan für Durchgang zwei: Dem Gegner, wie schon im ersten Spiel, direkt zum Start der zweiten Hälfte den Schneid abkaufen. Joa, klappte anfangs auch recht gut. Nach einem 3:1-Lauf führten wir dann relativ schnell 15:12. So weit, so gut. Ich könnte jetzt den „Bedenkt man aber“-Part aus Hälfte eins zitieren, aber das wäre ja langweilig. Also schreiben ich stattdessen, dass wir mehrere Tempogegenstöße wegen ungenauer Zuspiele vergaben oder im Positionsangriff die nötige Konzentration und Abgeklärtheit vermissen ließen. Hinzu kamen nun einige Zeitstrafen für uns.

Aber: Unterzahl könne wir ja irgendwie. Selbst in doppelter Unterzahl gaben den Blau-Weißen so wenig Chancen wie möglich. Dennoch stand es plötzlich 17:17. Doch dann begann die Swagtime von Markus. Mit mehreren starken Paraden, gekrönt von einer Doppelparade binnen weniger Sekunden, ermöglichte er uns einen vorentscheidenden 3:0-Lauf auf 20:17. Die Spandauer versuchten zwar mit einer Manndeckung noch den ein oder andern leichten Ballgewinn zu ergattern. Doch den Sieg ließen wir uns nicht mehr nehmen und fuhren mit einem 21:18 den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein.

Fazit: Auch sogenannte „Drecksspiele“ müssen halt irgendwie gewonnen werden, wenn man um die vorderen Plätzen mitspielen will. Und das haben wir getan.

Statistik: Markus Dietz, Sören Hansen (beide TW) – Tim Wehrmann (5), Robert Langforth (4), Philipp Arndt (3), Martin Grunow, Ricardo Schwabe (beide 2), René Müller, Eric Schulz, Tino Wehrmann, Kamil Bobowski, Lucas Weckwerth (alle 1), Fritz Ewert


SV Adler Berlin vs SG R.P.B. II (19:35)

Der König der Löwen schreit: „Don’t stop believin“

Eingerahmt von zwei Klassikern der Musikgeschichte „Don’t stop believin“ und „The Lion sleeps tonight“ startete die Zwote von Rotation in die Mission Wiederaufstieg. Zwangsabstieg, neuer Coach, Umstrukturierungen in den Rotationer Mannschaften und eine ganz passable Vorbereitung – soweit zu den Voraussetzungen für die Saison in der Stadtliga A.

Zum Start ging es an einem schönen Sonntagabend nach Tempelhof zu den Adlern Berlin. Und in der Kabine lief dann auch mal direkt zur Einstimmung der Klassiker von Journey. Die Zwote war gewillt und motiviert gleich mal im ersten Spiel ein Zeichen zu setzen. Defensiv begannen wir recht gut und ließen die Adler kaum zur Entfaltung kommen. 0:2, 2:6 und 4:8 sind schöne Zwischenstände, wenn man als Gastmannschaft auf die Anzeigetafel schaut. Doch da hätten schon früh deutlich höhere Ziffern auf unserer Habenseite stehen können oder auch müssen. Die Chancenverwertung war das größte Manko in Halbzeit eins. Doch auch in der Abwehr gab es die eine oder andere Konzentrationslücke, die dann reale Lücken für den Gegner eröffnete. So blieben die Adler in Schlagdistanz (7:9, 8:13, 10:13). Bezeichnend für den Verlauf ist dann auch der letzte Treffer der ersten 30 Minuten: Wir verwerfen vorne aus einer guten Wurfposition. Doch statt den Gegner zu stören, lässt man ihm den Raum für eine zweite Welle. So landet ein Wurf aus knapp 12/13 Metern wenige Sekunden vor Abpfiff dann eben im Tor. Aber gut, 11:14 lautete ja dennoch unsere Führung Halbzeitpause.

Fehler angesprochen, Marschrichtung klar  - in der Defensive nicht zu sehr raus stürzen und dann mit Tempo nach vorne. Ein Polster sollte direkt zu Beginn der zweiten Hälfte her. Schön zu sehen, wenn Vorgenommenes dann auch umgesetzt wird. Mit einem 6:1-Lauf in den ersten sieben Minuten waren die Flügel der Adler schnell gestutzt und ein 12:20 prangte auf der Tafel. Besonders das Zusammenspiel von Tim und Maxim funktionierte. Zwar frustriert, weil immer wieder am Wurf gehindert, holte Maxim am Kreis mehrere Strafwürfe und Zeitstrafen raus. So konnten wir den Abstand immer weiter erhöhen. Maxim war es dann auch, der mit seinem ersten Wurf mit einer Sprunghöhe von mehr als 10 cm erstmals zehn Tore zwischen uns und Adler brachte (15:25). Anschließend gab es noch zwei Kisten (danke Grinse, danke Coach) und schlussendlich einen verdienten 19:35-Auswärtssieg zu feiern. Nach einem weiteren Journey-Intermezzo in der Kabine mit dazugehörigen Tanzeinlagen, kam es dann vor der Halle zum im ersten Satz erwähnten „König der Löwen“-Song noch zu einer spontanen Tanz-Session.
Fazit: Die Abwehrleistung kann sich schon sehen lassen. Der Angriff hingegen schwankt noch ein wenig zwischen Fehlpässen und One-Touch-Handball, zwischen Vergeben klarer Möglichkeiten und eiskalt verwandelten Unmöglichen. Aber das ist Meckern auf gutem Niveau, denn mit einem Kantersieg kann man mal in eine Saison starten.

Statistik: Markus Dietz, Sören Hansen (beide TW) – Eric Schulz (7), Tim Wehrmann, Fabien Heiland (beide 5), René Müller, Martin Grunow, Tino Wehrmann (alle 3), Maxim Schultze-Moderow, Matthias Gornig, Fritz Ewert, Philipp Arndt (alle 2), Tobias Toense (1)


Tabelle und Ergebnisse

Trainerkontakte

Robert Langforth
Telefon: 0162/413 80 87
Email: rl@sg-rotation-prenzlberg.de

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