Dauerkarten
Impressum

Trainingsort und Trainingszeiten

StandortDi und Do 19.30-22.00 Uhr (Max-Schmeling-Halle, Halle-A)

M-S-Halle: Tram M10 Haltestelle F.-L.-Jahn-Sportpark zu Fuß ca. 8 Min oder U2 U-Bahnhof Eberswalder Str., zu Fuß ca. 12 Min oder Ringbahn S-Bahnhof Schönhauser Allee, zu Fuß ca. 15 Min

Männer 1. Mannschaft

1. Männer

Das Team spielt in der Landessliga.

Unser Aufgebot:

C. Braatz, A. Puls, F. Schneider, F. Landmesser, P. Biebrich, P. Gerards, R. Langforth, T. Furcht, U. Rauhut, M. Dietz, B. Lederer, M. Gornig,  D. Grützner, R. Müller, C. Jordan, T. Rammrath, C. Jordan, L. Weckwerth, P. Goslawski, M. Schultze-Moderow, Fabian Elting




Trainer: Roland Wendisch
Trainer: Sven Grunow

Tabelle und Ergebnisse
Unsere Gegner












SG R.P.B. vs VfL Lichtenrade (26:27)

Nur Punkte für die Moral

vs LiraAm gestrigen Sonntag teilte die 1.Männer das Parket mit dem VfL Lichtenrade um zwei weitere Punkte in der Verbandsliga zu verteilen. Die Gäste konnten sich, als Absteiger aus der Oberliga Ostsee-Spree, nicht um die Favoritenrolle winden, verzeichnete man zusätzlich noch den zu erwartenden besseren Start in die Saison als wir (6:4 Punkte im Vergleich zu unseren 2:6). Mut schöpfte man jedoch aus dem letztjährigen Pokalsieg und der Möglichkeit die Gäste bei ihrer Heimniederlage gegen den TSV Rudow (22:31) begutachten zu können.

In der Kabinenansprache der Trainer wurden genau diese Chancen noch einmal explizit hervorgehoben.
Man stelle sich ein imaginäres Wettbüro vor, welches Livewetten der Berliner Verbandsliga annimmt. Hätte man nun nach zehn gespielten Minuten der Partie Rotation – Lichtenrade jenes betreten, hätte man mit einem Heimsieg ordentlich viel Geld verdienen können. Konkret gesagt: als die elfte Minute angebrochen war, führte der VfL mit 0:7. Im Angriff agierten wir zunächst viel zu verhalten. Die Auslösehandlungen wurden nicht nachhaltig weiter gespielt, sowie eine generelle Tiefe im Angriffsspiel wurde vermisst. In Folge dessen waren herzhafte Würfe und einfache Ballverluste ein gefundenes Fressen für die umschaltfreudigen Lichtenrader. Immerhin fanden wir zunehmend besser in die Partie. Mit mehr Mut wurden die Lücken im gegnerischen Defensivverbund genutzt und in der Abwehr auch vereinzelt Bälle erobert. Beim Stand von 6:12 nach 19 Minuten starteten wir einen einen 4:0 – Lauf und waren erstmals wieder im Spiel (10:12). Bis zur Halbzeitsirene wurde der Rückstand weiter auf ein Tor verkürzt. Mit 13:14 suchten beide Mannschaften den Weg zu den Kabinen.

Die zweite Hälfte begann wesentlich besser als die Erste. Durch zwei eigene Tore gleich zu Beginn konnten wir erstmals die Führung übernehmen (15:14). Wer nun dachte die Partie wäre endgültig gekippt, sollte sich jedoch täuschen. Anstatt beflügelt durch dieses Resultat zu sein, schien erstmals eine gewisse Ver¬krampft¬heit in unser Spiel sich einzuschleichen. Die folgenden zehn Minuten wurde die Defensivarbeit nahezu eingestellt, vorne wollte der Ball manchmal auch einfach nicht in das Tor der Gäste, womit sich der VfL mit einem 2:7 – Lauf wieder etwas absetzen konnten (17:21 nach 42 Minuten). Auch diesen Rückstand sollten wir schnell wieder egalisieren, genauer gesagt dauerte es keine drei Minuten ehe man durch drei aufeinanderfolgende Tore wieder auf ein Tor an die Südberliner herankam. Die letzten 15 Minuten waren dann völlig ausgeglichen. Beide Mannschaften erzielten jeweils sechs Tore und am Ende gewinnen unsere Gäste mit 26:27.

Fazit: Nimmt man nur die letzten 50 Spielminuten, gewinnen wir gegen den Favoriten mit 26:20. Bekanntlich kann man sich dafür nichts kaufen, gibt uns jedoch weiterhin Mut, dass wir zu Recht in dieser Liga spielen und auch für die vermeintlich großen Mannschaften eine Herausforderung darstellen. Letztlich fehlte uns jedoch auch ein wenig die Souveränität die Partie am Ende noch für uns zu entscheiden so geht der Sieg des VfL unter dem Strich sicherlich in Ordnung.

Nun haben wir zwei Trainingseinheiten Zeit um uns auf einen weiteren bekannten Gegner aus der vergangenen Saison vor zu bereiten, den BTV 1850. Am Sonnabend, den 11.11. um 18 Uhr werden in der Flatowhalle (Vor dem Schlesischen Tor 1) (hoffentlich) keine Büttenreden gehalten, sondern in erster Linie Handball gespielt. Hierzu ist jeder Sympathisant unsererseits gern gesehen. Auch im Vorhinein darf man reichlich Handball zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg begutachten.

Eure 1. Männer

Statistik: Dietz, Schranz - Franetzki(8), Biebrich(7/4), Heiland(4), Braatz, Klein (je 2), Buchweitz , Lederer, Schultze-Moderow (alle 1), Burkowski, Langforth, Tennigkeit, Weckwerth


SG OSF Berlin II vs SG R.P.B. (30:26)

Alleine gewinnt man nur im Tennis.

Am vierten Spieltag der neuen Verbandsligasaison reisten wir nach Schöneberg zum Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger. Sonderlich erfolgreich ist unsere bisherige Bilanz gegen die Zweitvertretung der SG OSF nicht unbedingt. Betrachtet man die letzten beiden Spielzeiten verlor man drei der vier Begegnungen. Somit war also genügend Motivation vorhanden um nach dem ersten Sieg gegen die SG NARVA auch auswärts zu punkten. Hinzu kam, dass der Kader sich wieder füllte, die Hausherren hatten jedoch auch im Vergleich zu den anderen Spielen personell wieder aufgestockt. Es war also alles angerichtet für 60 spannende Minuten.

Die erste Halbzeit hielt was die Partie versprach. Keine der Mannschaften konnte sich zunächst sonderlich absetzen. Musste ein Torhüter den Ball aus seinem Netz holen, war es oftmals sein Gegenüber, welcher danach selbiges tat. So erzielten wir die erste Führung im Spiel und die Heimmannschaft glich sofort wieder aus. Nach acht Minuten erhöhten wir erstmals den Vorsprung auf erstaunliche zwei Tore (4:6). Kurz darauf wurde deutlich, dass man sich heute keine mentale Auszeit nehmen durfte, drehten die Mannen in Blau doch durch einen 3:0-Lauf (höchster Lauf beider Mannschaften während der gesamten Partie) das Spiel und gingen nach genau 14 Minuten erstmals in Führung (8:7). Um den Leser nicht mit all zu viel Details zu langweilen, fassen wir die restliche erste Halbzeit schnell zusammen. Die Führung der SG OSF II hielt nicht lange und wir konnten zwischenzeitlich wieder auf zwei Tore wegziehen, zum Pausenpfiff lagen wir noch mit einem Tor vorne und suchten beim Stand von 14:15 die Kabine.

Was war bisher geschehen? Unser Prunkstück, der Angriff (nach der HSG Neukölln immerhin der treffsicherste der Liga!), wusste wieder zu überzeugen. Die taktischen Konzepte wurden konsequent und bis zur hochprozentigen Chance durchgespielt, gekrönt mit dem Torerfolg. Auf der anderen Seite stand die Abwehr. Hier fehlte durchgehend die Abstimmung und das offensive Heraustreten auf den Werfenden. Immer wieder fanden Würfe am Mann aus dem Rückraum den Weg in unser Tor, stellte man einmal den Werfer zu, war auf einmal der Kreisläufer frei, da gleich zwei Abwehrspieler herausstürmten. Die Schöneberger nahmen diese Situation gerne mit und netzten fröhlich ein. Eine Steigerung der Abwehr war demnach notwendig um die dünne Führung weiter zu verwalten.

Um es vorweg zu nehmen: die Abwehrarbeit verbesserte sich während der zweiten Halbzeit keineswegs. Nach den 14 Toren in der ersten Hälfte, kassierten wir 16 in der Zweiten. Die Angriffsleistung konnten wir zusätzlich nicht aufrechterhalten. Elf erzielte Tore in einer Halbzeit sind letztlich für uns derzeit nicht zu kompensieren. Insgesamt gewann die SG OSF II die letzten 30 Minuten mit 16:11.

Um es chronologisch etwas aufzuarbeiten, fangen wir mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit an. Die Hausherren nutzten die Möglichkeiten und glichen die Partie wieder aus. Die nächsten 15 Minuten einigten sich beide Mannschaften wieder auf eine faires Unentschieden. Die Führung einer Mannschaft konnte in dieser Zeit nicht weiter als auf ein Tor ausgebaut werden, ehe der Ausgleich erzielt wurde. Unsere Trainer entschieden sich in dieser Phase die grüne Karte zu legen. Tat man sich im Angriff doch zunehmend schwerer. Grund hierfür war schlichtweg der eigene Kopf. Immer mehr Einzelaktionen bestimmten unsere Offensivaktionen, der Angriffsfluss aus dem ersten Durchgang war fort. Taktische Vorgaben und/oder Spielzüge egal ob von den Trainern angesagt oder nicht wurden nicht mehr angewendet.

Diese Charakteristika bildeten sich infolge der Auszeit noch stärker heraus. Zum Ende der Partie schien sich das Heroentum endgültig in unserem Spiel manifestiert zu haben. Jedoch alles andere als mit Erfolg gekrönt. Die letzten 15 Minuten gingen mit 7:4 zurecht verloren, da die Hausherren ihren Spielstil ganz kühn herunterspielten. Einige Parallelen aus der letzten Saison waren in diesem Spiel wieder zu erkennen. Verloren wir doch die letzten drei Spiele gegen diese Mannschaft nach total ausgeglichenen Spielen immer in den letzten Minuten, da man selber den Kopf verlor und der Gegner unbeeindruckt sein durchzog.

Fazit: Knappe Spiele kann man bekanntlich mal verlieren. Die Art und Weise wie es am vergangenen Sonntag geschehen ist muss jedoch hinterfragt werden. So werden wir auch enge Spiele in Zukunft in dieser Liga eher nicht siegreich gestalten können.

Ausblick: Nach der Trainingswoche geht es für uns am Sonntag, den 15.10. in der Oderstraße 182 um den Berliner Vertreter im diesjährigen Amateurpokal. Das erste Spiel zwischen dem BTV 1850 und der SG Ajax/Altglienicke wird um 11 Uhr angepfiffen. Wir steigen um 13:30 Uhr mit dem Spiel gegen die Köpenicker ein und beenden das Turnier ab 16 Uhr gegen die Kreuzberger. Schaulustige sind jederzeit herzlich willkommen.

Eure 1. Männer

Statistik: Dietz, Rauhut -  Biebrich(5/3), Schneider, Tennigkeit(beide 5), Franetzki(3), Burkowski, Lederer, Schultze-Moderow(je 2), Braatz, Klein(beide 1), Heiland, Langforth, Weckwerth


SG R.P.B. vs SG NARVA Berlin (33:31)

narvaSich selbst für den Kampf belohnt.

Am vergangenen Sonntag musste sich die 1.Männer nach einem aufopferungsvollen Spiel nur denkbar knapp in Hellersdorf (27:26) geschlagen geben. Vor allem die erhebliche Leistungssteigerung im Vergleich zum ersten Saisonspiel und das Bewusstsein, dass in der Eilenburger Straße noch andere Mannschaften straucheln werden, machte uns Mut für die Aufgabe gegen die SG NARVA. Wenngleich die Partie unter anderen Voraussetzungen stehen sollte. Besticht doch das Angriffsspiel der Narvaristi vor allem durch deren starkes 1:1 Verhalten auf den Halbpositionen und dem Zusammenspiel zwischen Rückraum Mitte und dem Kreis. Unsere Reihen lichteten sich weiterhin, welche jedoch dank der Hilfe von Carlo, Laser und Matze verdichtet werden konnten.

Zu Beginn sollten wir gleich einmal die volle Breitseite des gegnerischen Angriffs kennenlernen. So wurden die ersten drei Tore doch glatt durch die angesprochene Stärke erzielt: Tor vom Kreis, erfolgreiches 1:1 Duell des Halblinken und danach des Halbrechten. Nachdem wir die ersten Minuten überstanden und langsam die nötige Aggressivität in den Abwehrverbund generiert hatten, folgten Balleroberungen und wir erspielten uns den ersten kleinen Puffer. Nach elf gespielten Minuten nahm der Gästetrainer beim Stand von 6:4 die erste Auszeit. Zunächst sollte diese jedoch keine Wirkung zeigen. Die nächsten 15 Minuten liefen beide Mannschaften im Gleichschritt ehe die SG NARVA mit einem 4:0-Lauf zwischen der 25. und 29. Minute erstmals wieder ausgleichen konnte (14:14). In dieser Phase verließ uns im Angriff der Mut und die Gäste erzielten teils einfache Tore aus dem Tempogegenstoß. Zwei weitere Tore, gleichverteilt, ließen beide Mannschaften beim ausgeglichenem Stand von 15:15 den Kabinentrakt aufsuchen.

Der Wille der Mannschaft stimmte, nehme man weiterhin diesen Kampf an, gäbe in jedem 1:1-Duell alles Mögliche, so würde man sich am Ende durchsetzen.

Wir wären jedoch keine richtige Rotationsmannschaft, würden wir nicht den Start in die zweite Halbzeit verschlafen. Sinnbildich sei hierfür das erste Tor der Hälfte bei dem der Halblinke erneut durch seine Täuschung den Weg durch die Abwehr fand. Folgerichtig führten die Gäste nach 40 Minuten mit 20:23. Was dann folgte? Beschreiben wir es einfach so: Uli. Zugegeben verbesserte sich unsere Defensivarbeit auch in dieser Phase erheblich, jedoch war es unser Torhüter welcher im Zweifel auch mal die ganz freien Würfe wegnahm. Immerhin blieb er die folgenden neun Spielminuten ohne Gegentor aus dem Feld, einzig zwei Mal vom Punkt musste er sich in dieser Phase geschlagen geben. Wir nutzen die Gelegenheit und erkämpften uns erneut die Führung (28:25).

Um den erschienen Fans noch ein wenig Spannung zu bieten, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen dieses, für diese Partie, angenehme Polster wieder her zu geben. So hieß es drei Minuten vor Ende wieder Unentschieden (30:30). Zwar hat man in dieser Phase auch wieder mannschaftlich geschlossen agiert, so muss man doch auch hier wieder unseren Torhüter hervorheben. Parierte er bei nur noch 45 Sekunden Restspielzeit erneut einen Strafwurf (insgesamt vier gehaltene bei elf Versuchen) und sicherte uns somit die ersten Punkte der Saison. Endstand: 33:31.  

Fazit: Eine kämpferisch ganz starke Leistung bringt uns in einer ausgeglichenen Partie (saisonübergreifend) den ersten Sieg nach 13 Versuchen in der Verbandsliga. Das Quäntchen Glück welches uns in Hellersdorf noch fehlte, war diesmal auf unserer Seite und der Vorteil auf der Torhüterposition ließen uns die Oberhand gegenüber der SG NARVA behalten.

An dieser Stelle sei noch dem Linksaußen der Gäste, welcher sich augenscheinlich schwerer am Knie verletze eine schnelle und unkomplizierte Genesung gewünscht.

Hinweisen wollen wir noch auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag, den 08.Oktober um 18 Uhr in der Geisbergstraße 3-4. Dort treffen wir auf den Mitaufsteiger SG OSF II und werden dann erneut den Kampf um zwei Punkte annehmen.

Eure 1. Männer

Statisitk: Rauhut – Klein(8), Biebrich(6/2), Heiland(5), Langforth(4), Schneider(3), Buchweitz, Schultze-Moderow(beide 2), Braatz, Lederer, Weckwerth(alle 1), Gornig, Gregarek,

Bericht: LW


SG R.P.B. vs Hbfr. Pankow (33:27)

Der letzte macht das Licht aus – Schlussakt der ersten Männer

Wer kennt sie nicht? Die Schlussszenen aus Filmen oder Fernsehserien. Der Hauptcharakter schließt eine spezifische Tür und damit ein bestimmtes Kapitel, verlässt ein bedeutendes Gebäude und ein Stück seiner Vergangenheit, schreitet Richtung Horizont und in die Zukunft. Zugegeben ähnlich melodramatisch ging es vergangenen Sonntag nicht zu, irgendwer wird aber schon als Letzter die Kabine verlassen und (hoffentlich) das Licht ausgemacht haben. Mit diesem bildlichen Einstieg soll er eingeläutet werden, der finale Spielbericht der Saison.

Der letzte Spieltag war angebrochen. Oftmals beinhaltet dieser viel Spannung, Duelle um den Auf- oder Abstieg stehen an und endgültige Entscheidungen fallen. Bei dem unsrigen Duell gegen die Handballfreunde Pankow dominierte hingegen der sentimentale Aspekt, denn für beide Mannschaften ging es sportlich um rein gar nichts mehr. So wollte man versöhnlich die erfolgreiche Saison abschließen und mit einem Erfolg in die wohl verdiente Saisonpause gehen.

Die Gäste sollten uns zu Beginn gleich ein wenig überraschen, erwartet wurde die bekannte offensive 5-1 Deckung, gesehen wurde jedoch eine defensive 6-0. Dies sollte jedoch unserem Spiel nicht unbedingt schaden. Zwar lief der Ball vorne nicht sonderlich rund, aber immerhin stand die Abwehr mehr als nur sicher. Vermehrt konnten Bälle gewonnen und direkt in Tore auf der anderen Hallenseite umgemünzt werden. Zusätzlich trat man konsequent offensiv auf die Schützen der Pankower heraus und hatte mit Markus im Tor jemanden der die gute Defensivarbeit mit vielen Paraden veredelte. Die bereits angesprochenen Probleme im Spielfluss verhinderten jedoch eine wirklich deutliche Führung. So ergab sich in den ersten 20 Minuten folgender Spielfilm: 2:2, 6:3, 11:6. Bis zur Pause schrumpfte dieser Vorsprung noch ein wenig vor allem einfache Fehler im Angriff und zaghaftes Rückzugsverhalten ermöglichten dem Gegner Tore über den Tempogegenstoß. Letztlich stand es 13:10 zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte stellten die Gäste ihre Deckung um, die bereits angesprochene 5:1 Deckung formierte sich. Nutznießer dessen war der Youngstar Tobias Klein. In seinem ersten Einsatz in der Landesliga im Seniorenbereich agierte er unbeeindruckt, netzte furchtlos ein und packte hinten ordentlich zu. Eine ähnliche Leistung aller hätte die Partie vermutlich deutlicher gestaltet so ergab sich weitestgehend ein ausgeglichenes Spiel. Vorne schaltete man einen Gang hoch und ließ dafür in der Defensive etwas schleifen. Es entstand eine torreiche zweite Hälfte (20:17). Vor allem der Rechtsaußen der Gäste hatte einen hervorragenden Tag erwischt und warf Tor um Tor schier ungeachtet der Wurfposition. Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte verliefen wie folgt:16:11 und 19:14. Einer doppelten Zeitstrafe und der damit verbundenen vierminütigen Unterzahl geschuldet konnten die Pankower noch einmal mit einem 0:3-Lauf etwas verkürzen. Nachdem wir dann wieder vollzählig spielen durften, konnten wir das Spiel schnell wieder in die Hand nehmen und sicher die beiden letzten Punkte der Saison einfahren. Über 27:20, 29:26 gewann man am Ende verdient mit 33:27.

Versöhnlich beendet man eine sehr erfolgreiche Saison. Das Saisonziel des Wiederaufstiegs wurde geschafft und gekrönt von einer famosen Pokalsaison welche überraschend im Finale endete.

Wir möchten uns bei allen Zuschauern bedanken die uns ein letztes Mal in der Saison 2016/2017 unterstützt haben. Auch einen großen Dank gebührt Mike vom Country Cheers welcher Speis und Trank bereitstellte und uns somit auch nach der Partie einen feucht fröhlichen Abschluss ermöglichte.

Verabschieden müssen wir leider mit Paul Gerads einen der Dienstältesten in unseren Reihen. Studienbedingt zieht es ihn in die beschauliche Schweiz. Wir wünschen dir maximalen Erfolg dort, werden deine einzigartigen Dreher vermissen und halten dir sicher immer einen Platz auf der rechten Außenbahn frei. 

Somit gehen wir nun in die Sommerpause und schonen die eigenen Kadaver noch ein wenig bevor die „schönste“ Zeit für alle Handballer beginnt: die Vorbereitung. Bis dahin ist zum Glück noch genügend Zeit. Manche Eindrücke über den Verlauf der Vorbereitung sollen auch hier nachgehend dokumentiert werden.

Ein ausführlicher Saisonrückblick der ersten Männer soll im Laufe dieser oder nächster Woche noch erfolgen.

Bis dahin,
eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich, Franetzki (je 8), Heiland (5), Schultze-Moderow (4/3), Klein (3), Langforth, Österreich, Puls, Schneider, Weckwerth (alle 1), Landmesser, Müller


SV Buckow vs SG R.P.B. (23:28)

Flasche leer oder Tank alle?

buckowMit einem lachenden und einem weinenden Auge vom letzten Wochenende hatte man diesen Samstag beim SV Buckow die Chance dem Saisonende zufrieden näher zu kommen. Vor dem Spiel fiel manchen Spielern schon auf, dass die Konzentration nicht so hoch ist wie sonst und die Ernsthaftigkeit der letzten Wochen ein wenig verloren gegangen war. Alles in allem passte jedoch die Einstellung des Teams - auch weil der Trainer mit flüssigem Gold lockte.

Nach einer 0:2 – Führung begann der große Auftritt des gegnerischen Torwarts, im Laufe des Spiels sollten die 1. Männer knapp 30 Mal verwerfen. Über ein 4:3 erreichte man zur Halbzeit eine schmeichelhafte 8:13 – Führung. Während in der ersten Halbzeit einfach zu viel verworfen wurde, stimmte in Halbzeit 2 weder Einstellung noch Abstimmung. Einfachste Gegentore wurden gegen unsere 6-0-Abwehr erzielt und der Hüne im Buckower Tor bereitete den müden Geistern Selbstzweifel. So kam es, dass die zweite Halbzeit mit 15:15 unentschieden ausging. Der zwischenzeitlich auf einen Spielstand von 18:20 herankommende Gegner mobilisierte all seine Kräfte, die gegen Ende des Spiels aber letztlich nicht ausreichten. So gewinnt die 1. Männer am Ende unrühmlich mit 23:28 die Partie. 

An dieser Stelle könnte man die Moral des Aufsteigers in Frage stellen, da man als zukünftiger Verbandsligateilnehmer gegen den auf dem letzten Platz abgeschlagenen und sich zur neuen Saison auflösenden Gegner eine so mangelhafte Leistung ablieferte. Trappatoni lässt grüßen.

Oder aber man hakt diese Leistung als Produkt der physisch und mental sehr anstrengenden letzten Wochen einfach ab. Einfach machen! Genauso wie Chris, der heute aus dem Krankenhaus nach erfolgreicher OP entlassen werden konnte. Beste Besserung von der ganzen Mannschaft!

Jetzt gilt es mit Spaß in das letzte Wettkampfwochenende zu gehen, damit wir glücklich auf diese tolle Saison zurückblicken und in Ruhe unsere kleinen oder großen Wunden lecken können.

Bis dahin,
eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (8/2), Franetzki (5), Müller (3), Langforth, Österreich, Schneider, Schultze-Moderow (alle 2), Dietrich, Gornig, Heiland, Wehrmann (alle 1)


BTV 1850 vs SG R.P.B. (30:28)

Ganz groß verloren – der Rückblick auf ein famoses Pokalwochenende

Hätte man als Zuschauer erst nach dem Abpfiff des Berliner Pokalfinales die Halle betreten, so wäre man vermutlich zunächst verdutzt. Nach Finalniederlagen zeigt sich meist ein eintöniges Bild: jubelnde Sieger und niedergeschlagene Verlierer. Doch nicht so in der Oderstraße: beide Mannschaften wurden von ihrem Anhang frenetisch gefeiert und dies wohl mehr als nur zu Recht. Der wahre Sieger der Veranstaltung? Vermutlich der Hallenbetreiber. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte Rotation auch noch den Pokal gewonnen. Ein einfaches Dankeschön an unsere Fans ist schlichtweg nicht ausreichend für das, was ihr dort veranstaltet habt! Wir verneigen uns noch einmal virtuell, ziehen den nicht-aufgesetzten Hut und sagen nur noch Chapeau, das war ganz groß! Ihr habt diese Veranstaltung sicherlich nicht nur aus Rotationssicht unvergesslich gemacht, sondern auch für alle Anwesenden. Die Stimmung in der Halle wird der Mannschaft für ewig in Erinnerung bleiben.

Lassen wir die letzten beiden Tage ein wenig Revue passieren:

Es begann alles am Sonnabend um 13 Uhr im Kalle Klein. In dem hallennahen Restaurant saß man zusammen, stimmte sich auf das Turnier ein und dinierte gemeinsam. Vorfreude und Anspannung lagen förmlich in der Luft und waren greifbar. Kritische Nachfragen der Trainer bei der Wahl eines Schnitzels gut vier Stunden vor dem Anpfiff waren Indikator dafür, dass es eben doch kein ganz normales Spiel werden wird. Nach dem Eintreffen an der Halle stand ein gemeinsamer Spaziergang auf der Agenda. Man betrat das anliegende Tempelhofer Feld und kehrte nach nicht einmal 200 Metern wieder um, weil die Zeit fehlte. Es wirkte alles ein wenig chaotisch, niemand wusste so richtig, wie man die eigene Nervosität in den Griff bekommen soll. So langsam traten dann aber die Routinen eines Spiels ein. Umziehen. Das können wir. Zu den bekannten Techno-Klängen von DJ Paul warf sich jeder in Schale. Doch selbst hier spürte man eine allgemeine Aufgeregtheit. Neue themengerechte Warmmachshirts, dazu noch die Einlaufshirts für Marcel. Bis jeder wusste, was man wann, wie und wo zu tragen hatte, vergingen einige Momente. Der vom HVB zugestandene knackige Zeitraum von gut 25 Minuten zur Erwärmung wurde dann jedoch höchstkonzentriert genutzt. Dann hieß es also Einlaufen und natürlich war unsrige Planung nicht just in time. Ein paar Minuten wartete man in den Katakomben, ehe man das Parkett betreten konnte. Szenen, wie vor einer Raubtierfütterung oder einem Gladiatorenkampf ergaben sich. Wir waren bereit.

Es sollte eine von Anfang an enge Partie werden. Zwar hatte man im ersten Durchgang gefühlt die Oberhand, konnte dies jedoch nicht auf die Anzeigetafel bringen. Vorne vergab man zu viele klare Torchancen und scheiterte ein ums andere Mal am gegnerischen Torhüter. Von insgesamt zehn zugesprochenen Strafwürfen verwandelte man über die gesamte Spielzeit nur sechs. In der Defensive mangelte es oftmals an der nötigen Konsequenz. Entweder man blieb zu passiv und vermisste ein entscheidendes Blockverhalten oder man agierte offensiver und ließ sich im Zweikampf überrumpeln. Die Feinjustierung stimmte nicht ganz. Somit ergab sich folgender Spielfilm: 6:4, 12:9, 17:15.

Die zweite Hälfte verlief weiterhin hart umkämpft. Über 17:17, 20:19 hatte man sich mit einem kleinen Zwischenspurt auf 24:20 absetzen können. Was folgte, waren gute zehn bis fünfzehn zerfahrene Spielminuten. Vorne verlor man endgültig den Faden und ermöglichte somit den Gegnern einen 6:0 – Lauf und die Mannen aus Köpenick drehten gegen Ende das Spiel. Es sollte also eine wieder einmal spannende Schlussphase werden. Dass wir damit umgehen können, bewiesen wir bereits gegen den TuS Hellersdorf und den VfL Lichtenrade in vorherigen Pokal-Runden. Springen wir in die letzte Minute. In Unterzahl erkämpften wir uns in der Defensive den Ball schlossen vorne mit gut 50 noch zu spielenden Sekunden zu früh und dazu noch erfolglos ab. Ajax erhielt erneut den Ball beim Stand von 26:27 (Führung Ajax). Auch sie suchten den schnellen Abschluss, um das Spiel zu entscheiden. Der Wurf wurde pariert, wir bekamen den Ball erneut und warfen zehn Sekunden vor Schluss den Ausgleich.

Also hieß es Verlängerung. In den zweimal fünf Minuten Spielzeit gelang uns dann wohl so ziemlich alles, vorne wie hinten. Zwar konnte die SG vom Punkt mit dem 28:28 zwischenzeitlich wieder ausgleichen, doch blieb dies der einzige Treffer für die Mannen in gelb. Wir gewinnen die Partie nach Verlängerung mit 35:28. Finale !

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Franetzki (9/2), Biebrich (7/4), Schneider (5), Gerads, Langforth, Rammrath (alle 3), Braatz, Heiland (je 2), Müller (1), Puls, Schultze-Moderow, Weckwerth

Der Sonntag begann ähnlich aufgeregt wie der Vortag. Kurzfristig verlegten die Trainer den Treffpunkt um 45 Minuten nach hinten. Beim bewährten Spaziergang wurden 50 zusätzliche Meter zurückgelegt. Immerhin war für die Erwärmung diesmal mehr Zeit.

Das Spiel begann wie ein Pokalfinale wohl beginnen muss, wenn zwei auf dem Terrain unerfahrene Mannschaften aufeinander treffen: zerfahren. Viele technische Fehler, übermotivierte Würfe oder einfache Aussetzer prägten auf beiden Seiten die Anfangsminuten. Zunächst mit dem besseren Beginn für uns. Nach zehn Minuten lag man mit 0:3 vorn. Im Anschluss verfiel man wie in der Halbfinalpartie für weitere zehn Minuten in ein komplettes Loch. Hergeschenkte Bälle ermöglichten dem BTV Tempogegenstöße, in der Abwehr fand der gegnerische Mittelmann ungeahnte Lücken und somit gingen die Kreuzberger zu Recht mit 6:3 in Front. Man konnte sich wieder ein wenig fangen und den Positionsangriff stabilisieren, einfache Fehler unterblieben überwiegend. Beim Rückstand von 10:8 ging es in die Kabine.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten wir. Mit dem 13:13 konnte man erstmals wieder die Partie ausgleichen, ehe der BTV ab dem 16:16 einen weiteren kleinen Zwischenspurt einlegte und auf 20:16 erhöhte. Eine Führung, die über weite Strecken der zweiten Halbzeit Bestand haben sollte. Doch da war doch etwas mit Rotationer Comebackqualitäten und Erfahrung in enger Schlussphase. Mit weniger als noch fünf verbliebenden Minuten schrumpfte die Führung der Mannschaft vom schlesischen Tor auf nur noch zwei Tore, 27:25. Hinzu kam eine Zeitstrafe gegen einen wichtigen Innenblockverteidiger. Doch genau dies war im Finale unsere Achillesferse. Der eigentliche Vorteil der numerischen Überlegenheit konnte zu keiner Zeit genutzt werden. Aus den insgesamt acht ausgesprochenen Zeitstrafen gegen unsere Gegner (im Vergleich: Rotation wurde vier Mal herausgestellt) konnte man absolut kein Kapital schlagen. So nutzte alles nichts und der BTV 1850 gewinnt am Ende redlich verdient mit 30:28 das Berliner Pokalfinale. Auch an dieser Stelle noch einmal unsere herzlichsten Glückwünsche !

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (10/2), Franetzki, Rammrath, Schneider (alle 4), Puls, Schultze-Moderow (je 2), Gerads, Tennigkeit (je 1), Jordan, Landmesser, Langforth, Müller

Bevor wir mit den Danksagungen beginnen, gibt es noch einen Wehmutstropfen an diesem Wochenende. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit im Finale verletzte sich Chris schwer am Knie und muss demnächst operiert werden.
Lieber Chris, wir wünschen dir die schnellstmögliche und absolut komplikationsfreie Genesung und hoffen inständig, dass du dich von dieser schlimmen Verletzung wieder voll und ganz erholen wirst.

Bedanken möchten wir uns zunächst ganz herzlich bei Melanie Höke, welche sich bereit erklärt hat, uns das Wochenende über physiotherapietechnisch zu betreuen. Damit hast du so manche athletisch ungeahnte Leistungen ermöglicht und die nachwiegenden Schmerzen präventiv gelindert. Vielen Dank dafür!

Zusätzlich gilt es der Abteilungsleitung zu danken. Mit dem bekannten Engagement bereitete man den Rahmen für die Mannschaft vor. Die Organisation und Beschaffung von Aufwärmshirts, Fanutensilien, Karten und noch vieles mehr. Die Mithilfe bei der Promotion des Events. Sicherlich fehlt hier noch mehr. Für all das sei euch auch gedankt.

Die angesprochenen Aufwärmshirts wurden großzügig von unseren Sponsoren zur Verfügung gestellt. Gedankt sei PRofiFLITZER, Brillen in Berlin und Sport Heinrich hierfür!

Zu guter Letzt natürlich auch unseren Fans. In einem journalistischen Beitrag über das Finalspiel wird doch glatt vom „eindeutig lautstärkeren Anhang“ gesprochen. Doch sicherlich nicht nur die Unterstützung im Finale, sondern auch im Halbfinale war bombastisch. Auch hierfür noch einmal ein riesen Dankeschön!

So beginnt ab der nächsten Woche wieder der Ligaalltag. Genauer gesagt gilt es nun, die Aufstiegssaison ausklingen zu lassen. Im letzten Auswärtsspiel trifft man am Sonnabend den 06.05. um 18:30 Uhr in der Parchimer Allee 109 auf den SV Buckow.

Wichtiger sind jedoch die anderen Rotationsspiele an diesem Wochenende. In Spandau geht es um am Sonntag 14 Uhr für die dritte Männermannschaft im Abstiegsduell um überlebenswichtige Punkte. Danach kann die Zweite den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen. Beide Partien finden am Falkenseer Damm 20 statt.

Für unsere erste Damenmannschaft geht es am letzten Spieltag im direkten Duell gegen die HSG Neukölln II um den Aufstieg in die Verbandsliga. Zweiter gegen Dritter. Der Sieger steigt auf. Mehr Spannung geht wohl nicht. Die Partie wird ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr im heimischen Velodrom angepfiffen.

Alle Mannschaften hätten die Unterstützung mehr als nur verdient. So waren es auch viele aus diesen Teams, die uns (nicht nur) an diesem Wochenende unterstützt haben.

In voller Hochachtung,
euer stolzer Vizepokalsieger,
die erste Herren.


SG OSF Berlin II vs SG R.P.B. (26:23)

In der Landesliga bekommt man eh keine Schale

osfGerne würde man die Niederlage im Topspiel gegen die Zweitvertretung der SG OSC-Schöneberg-Friedenau so einfach abstempeln, trotz zweier Nächten schlaf geht dies trotzdem nicht so einfach von der Hand. Über weite Strecken der Partie war man die überlegende Mannschaft, nur um am Ende die Punkte dennoch herzuschenken.

Es war alles angerichtet für das Topspiel in der Landesliga, es ging um die Meisterschaft zwischen den beiden designierten Aufsteigern. Eine gut gefüllte Halle, viele Kameras von anderen Final4 – Teilnehmern und ein aus dem HVB-Schiedsrichterkader stammendes Gespann, welches gleich zu Beginn alle Hand voll zu tun hatte.

Die Anfangsphase konnten wir deutlich zu unseren Gunsten entscheiden. Mit viel Motivation schmiss man sich in jeden einzelnen Zweikampf und behielt vor allem in der Defensive die Überhand. Provozierte Ballverluste oder bedrängte Würfe aus dem Rückraum verhalfen Ulli im Tor lange Zeit zu einer weißen Weste. Vorne ging man ebenso leidenschaftlich zur Sache und konnte sich somit immer wieder auf den Halbpositionen Strafwürfe erarbeiten welche alle sicher eingenetzt wurden. Nach gut sechs gespielten Minuten führte man folgerichtig mit 0:4. Diesen Vorsprung trug man überwiegend durch die gesamte erste Halbzeit. Die Hausherren, nicht sonderlich bekannt für großartige Kombinationen, suchten immer wieder in Einzelaktionen ihre Möglichkeiten.

Dank der individuellen Klasse der Spieler absolut berechtigt und legitim. Es entwickelte sich ein wahrer Kampf auf der Platte, beispielhaft hierfür sind die insgesamt zwölf (!) ausgesprochenen Zeitstrafen im ersten Durchgang (Die Zeitstrafen waren dabei gleichverteilt).  In Folge der 0:4 – Führung unsererseits entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, über 3:7, 7:9, 8:12 ging es beim Stand von 11:14 in die Kabine. Wie aufopferungsvoll jeder einzelne bis dato arbeitete, spiegelte sich in einer dreifachen Unterzahl von uns wieder. Man erkämpfte sich vorne einen Strafwurf und verteidigte eine vergleichsweise lange Zeit ehe die Schöneberger den vielen Freiraum zu nutzen wussten.

In der Halbzeitpause musste dann auch nicht mehr viel gesagt werden, so weiter machen und am Ende die beiden Punkte mit nach Hause nehmen.
Wunsch und Realität driften im Leben bekanntlich des Öfteren auseinander. Zwar konnte man die ersten zehn Minuten noch dagegen halten aber spätestens mit dem 20:20 Ausgleich fünf Minuten später durch die Hausherren schien die Realität einzusetzen. Die Kräfte schwanden allmählich und die Zweikämpfe wurden vermehrt verloren oder erst gar nicht aufgenommen. Speziell im Umschaltspiel auf die Defensive fehlte jegliche Konzentration und Bereitschaft. Die zweite Welle wurde unsortiert und ungefährlich vorgetragen, der Positionsangriff ließ jegliche Tiefe im Rückraum vermissen und resultierte in erfolglosen Notwürfen. Somit vergab man in den letzten 20 Minuten eine bisher sehr gut gespielte Partie. Beim Stand von 26:23 ertönte die Schlusssirene.

Fazit: Auf die gezeigte Leistung lässt sich definitiv aufbauen und ist nichts wofür man sich verstecken braucht. Eine Partie auf sehr hohem Niveau, gemessen an so mancher Verbandsligapartie vom Wochenende wohl auch wahrlich verbandsligatauglich, ging am Ende zwar unglücklich verloren aber dennoch zurecht. Die breite Bank der Gastgeber, speziell im Rückraum, ließ so gut wie keinen Qualitätsabfall über die 60 Minuten erkennen. Trotzdem kann man dieses Spiel auch mit mehr Cleverness gewinnen. Der entscheidende Mann in den letzten Minuten holte sich nach 15 Minuten bereits seine zweite Zeitstrafe ab, was wohl von jedem Rotationer komplett unbemerkt blieb. Wodurch dieser im Nachhinein in keinem defensiven Zweikampf mehr verstrickt war. Zusätzlich war es ebenso jener Mann welcher schon im Hinspiel die Schlussphase diktierte. 

Wir möchten uns bei allen anwesenden Zuschauern für die Unterstützung bedanken.

Die Woche gilt es nun an den letzten Kleinigkeiten zu arbeiten und sich optimal auf das kommende Final4 – Turnier vorzubereiten. Die Halbfinalbegegnung mit Rotationsbeteiligung beginnt am Sonnabend den 29.04. um 18 Uhr in der Oderstraße 182  gegen die SG Ajax/Altglienicke. Da Finale findet am darauffolgenden Tag um 16 Uhr an gleicher Stelle statt.

Wir hoffen auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung um den größten Pokalerfolg in der Abteilungsgeschichte einfahren zu können.

Bis dahin,
eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (11/6), Franetzki (4), Schneider (3), Puls (2), Braatz, Heiland, Langforth (alle 1), Gerads, Jordan, Landmesser, Tennigkeit, Weckwerth


SG R.P.B. vs SG Hermsdorf-Waidmannslust (32:26)

collagebLiebe Verbandsliga, wir würden nächstes Jahr mal wieder vorbeischauen

Am 02. April um 17:20 Uhr war es endlich soweit. Der Aufstieg und die Rückkehr in die Verbandsliga, nach dem letztjährigen Abstieg, waren endgültig besiegelt. Die Begeisterung unsererseits benötigte ein paar Momente bis dann alle realisiert hatten, dass das ausgegebene Saisonziel erreicht wurde. Ein Faktor, der diese Realisierung sicherlich aufhielt, war das schwere Spiel gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. Man gewann nach 60 kraftraubenden Minuten mit 32:26.

Mit elf Spielern (davon zwei Torhütern) startete man in die Partie, drei Feldspieler hatten bereist ein Spiel in den Knochen. Auf der gegenüberliegenden Hallenhälfte fanden sich hingegen zwölf junge und motivierte Spieler ein die so richtig Lust hatten uns die Aufstiegsfete zu vermiesen.

Das Spiel war über weite Strecken absolut ausgeglichen. Die Gäste fanden vor allem immer wieder über Würfe am Mann zum Torerfolg. Ob an der Hüfte vorbei oder über den Schädel, unsere Abwehrleistung war in vielen Situationen zu passiv, die aktive Bewegung um diese Würfe zu verhindern wurde vermisst. Auch das Blockverhalten funktionierte noch nicht, am Ende fehlten eben immer ein paar Zentimeter. In der Offensive agierte man vor allem fahrlässig. Beispielhaft hierfür sei eine Quote von zwei Toren bei sechs zugesprochenen Strafwürfen über das gesamte Spiel. Über 3:1, 13:12 ging es beim Stand von 16:13 in die Kabine. Gleichzeitig war dies die bisher größte Führung.

In der Pause fokussierte man sich darauf das Defensivverhalten zu überdenken und sich vorne auf ein geordnetes Positionsspiel zu fokussieren in dem man eventuell auch mal körperliche Vorteile gegenüber dem Gegner ausspielen sollte.

Die zweite Hälfte brachte aber kaum neue Erkenntnisse. Das bisherige Bild der Partie blieb bestehen und die Gäste konnten erstmals wieder mit dem 20:20 ausgleichen. In Folge konnten wir das Spiel zumindest etwas kontrollieren. Im Angriff nutze man vermehrt die Vorteile am Kreis aus und hinten wurde auch mal hin und wieder ein Ball geblockt. Vor allem die letzten Minuten dominierten wir die Partie, von 27:25 setzte man sich zum Ende hin auf das bereits erwähnte Endergebnis von 32:26 ab.

Fazit: Eine nicht sonderlich berauschende Leistung brachte uns die benötigten Punkte ein. Die Partie war über weite Zeiten ausgeglichen trotzdem gewährte man den Gästen nicht eine Führung in der gesamten Spielzeit. Jedoch spiegelt das Endergebnis den Verlauf nicht unbedingt wieder und ist am Ende sicherlich etwas zu hoch ausgefallen.

Wir möchten uns bei allen Zuschauern bedanken, die uns wieder einmal fulminant unterstützt haben. Das angefertigte Banner kommt hoffentlich in das Rotations-Museum!

Für uns geht es nun zunächst in die Osterpause bevor es an den letzten beiden April-Wochenenden noch einmal richtig heiß wird. Zunächst geht es am Sonntag den 23.04. um 18 Uhr in der Geisbergstraße 3-4 gegen die Zweitvertretung aus Schöneberg um den Meistertitel in der Landesliga. Gleichzeitig kann man deren Aufstiegsfeier zumindest vertagen (gemäß die Konkurrenz punktet). Am Wochenende darauf findet das FinalFour statt. Am Sonnabend den 29.04. findet um 18 Uhr unser Halbfinalspiel gegen die SG Ajax Altglienicke in der Oderstraße 182 statt. 

Wir wünschen allen Mitgliedern, Fans, Lesern und Sponsoren ein gesegnetes Osterfest mit euren Liebsten.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich(8/2), Rammrath(5), Langforth, Wehrmann (beide 4), Schneider, Schwabe (beide 3), Braatz, Jordan (beide 2), Weckwerth (1)

VfL Tegel II vs SG R.P.B. (24:37)

collagebSicherer Start-Ziel-Sieg in Tegel und erster Matchball am kommenden Sonntag

Nach dem famosen Erfolg im Pokal gegen den VfL Lichtenrade hieß es am gestrigen Sonntag wieder volle Konzentration auf die Liga. Immerhin traf man auf den Tabellendritten und den damit bis dato ärgsten Verfolger auf die beiden Aufstiegsplätze. Im Hinspiel tat man sich gegen die Zweitvertretung des VfL Tegel über weite Strecken der Partie schwer so wusste man dass eine konzentrierte Leistung erforderlich ist um einen wichtigen Schritt in Richtung Verbandsliga zu gehen. Die Leistung in der Trainingswoche war gelinde gesagt schludrig, die Trainer, sichtlich angespannt, wussten demnach vor dem Spiel zu mahnen.

Mit augenfälligem Erfolg. Man nutze die ersten Minuten um sich sofort ein kleines Polster zu erspielen. Grund hierfür war zum einen die Effizienz im Angriff, konnte man auf den Halbpositionen durchbrechen oder fand den Kreis, folgte keine Torerfolg, netzte man dafür vom Punkten ein.

In der Abwehr profitierte man von der Ungenauigkeit im Abschluss der Hausherren aus der Distanz. Nach gut sechs gespielten Minuten lag man mit 2:7 in Front. Vereinzelte Ungenauigkeiten und ein zu erwartender Einbruch der Effizienz ermöglichte den Nordberlinern den Rückstand in Folge etwas zu verringern, beim Stand von 6:9 musste man die Zügel wohl oder übel wieder anziehen. Die folgende Phase der Partie wurde durch eine exzellente Abwehrarbeit unsererseits geprägt. Vor allem im 1-gegen-1 Verhalten zeigte man seine Überlegenheit und lies dem Gegner ein ums andere Mal vergeblich anlaufen. Auch Ballgewinne welche in Gegenstöße resultierten ermöglichten es uns die Führung in den zweistelligen Bereich zu treiben. Nach etwas mehr als 20 gespielten Minuten führte man mit 7:17 und schien die Partie damit für sich entschieden zu haben. Nicht nur anhand des Ergebnisses, auch vom VfL kam nur noch wenig Gegenwehr. Man schaltete einen Gang zurück und stiefelte bei einem Stand von 11:20 in die Kabine zum Pausentee.

Dort angekommen stimmte man sich auf ein letztes Aufbäumen der Tegeler zu Beginn der zweiten Hälfte ein, im Bewusstsein das Spiel eigentlich voll im Griff zu haben.

Ein taktisches Mittel welches von den Hausherren angewandt wurde und helfen sollte war eine doppelte Manndeckung gegen unsere gut aufgelegten Halbspieler. Dieses Experiment dauerte ganze fünf Minuten an ehe man merkte auch dies würde nicht zielführend sein. Der Vorsprung konnte weiter auf 13:26 ausgebaut werden. Der Rest des Spiels ermöglichte es uns die ein oder andere personelle und taktische Maßnahme zu testen. In der Defensive ließ man vermehrt die Konzentration missen und ermöglichte vermehrt die Anspiele an den Kreis. Vorne spielte man nicht mehr mit dem nötigen Biss und so ergab sich ein ausgeglichenes Bild zum Schluss. Nachdem der Schlusspfiff ertönte, konnte man auf der Anzeige einen 24:37-Erfolg für uns begutachten.

Fazit: Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auf der gegenüberliegenden Seite so mancher Leistungsträger aus dem Hinspiel fehlte. Trotzdem kann man vor allem den Beginn der Partie positiv herausheben in welchem das Spiel frühzeitig erfolgreich gestaltet wurde. Somit ergab sich eine wohl einfachere Aufgabe als erwartet.

Wir möchten uns bei allen mitgereisten Schaulustigen bedanken die uns zu relativ früher Stunde unterstützt haben!

Dank des Erfolges vergrößerte man den Abstand zum dritten Platz auf nun sieben Punkte. Bei noch vier ausbleibenden Partien ergibt sich nach Adam Riese am kommenden Sonntag die erste Möglichkeit den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt zu machen.

Wer sich nicht die Chance entgehen lassen möchte dies mitzuerleben sollte am Sonntag den 02.04. um 16 Uhr Platz auf der Tribüne des heimischen Velodroms nehmen. Dann soll das Saisonziel erzielt und uns allein ein vorzeitiges Ostergeschenk gemacht werden.

Hingewiesen sei an dieser Stelle noch auf das „Rahmenprogramm“ (nicht despektierlich gemeint! Dem Autor fehlt es nur an einer besseren Formulierung) am Sonntag. Vorher um 14 Uhr findet das Spitzenspiel in der Stadtliga A zwischen dem Zweitplatzierten (unserer zweiten Mannschaft) und dem Drittplatzierten (der Zweitvertretung des BTV 1850) statt. Nach uns haben sich unsere bezaubernden Frauen fest vorgenommen gegen die VSG Altglienicke zwei weitere Punkte im Kampf um den Aufstieg einzusammeln. Sicherlich auch mit dem ein oder anderen (hoffentlich erfreutem) Gesicht unsererseits auf der Tribüne.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (11/6), Heiland (6), Franetzki, Gornig, Puls (alle 4), Braatz (3), Langforth (2), Schultze-Moderow, Tennigkeit (je 1), Gerads, Landmesser, Weckwerth

SG R.P.B. vs VfL Lichtenrade (26:25)

Der Krimi mit dem Märchen-Ende

Es war also endlich soweit. Um 15:30 Uhr am gestrigen Tage fanden sich die Spieler der ersten Männer zum vermeintlichen Saisonhöhepunkt im Kabinentrakt des heimischen Velodroms ein. Viertelfinale im Berliner Pokal gegen die beste (ausgehend von der Tabelle der OOS) bisher noch verbliebende Mannschaft im Wettbewerb, dem VfL Lichtenrade. Zwei Ligen trennen beide Mannschaften und jedem in der Halle war wohl bewusst wer der Favorit ist. Hier darf sich nun der geneigte Leser jegliche Pokal-Plattitüden denken, der Autor möchte dies vermeiden. Zumindest hatte man den Vorteil auf seiner Seite, dass man die Gäste in deren Ligaspiel gegen den BSV 92 beobachten konnte und somit um die Stärken der Mannen aus dem Süden der Stadt wusste. So lag der defensive Fokus auf den Halblinken und den Kreisläufern, offensiv stellte man sich auf eine 4:2 – Deckung ein. Hilft bekanntlich alles nichts, wenn man es nicht umsetzen kann, heute war aber wohl alles anders.

Die Anfangsphase der Begegnung lies schnell erahnen, dass es kein Torfestival werden wird. So vergangen fast fünf Minuten bis die Gäste den ersten Treffer der Partie erzielen konnten. Die Beobachtungen schienen recht zu behalten. Der VfL agierte zunächst in der angesprochenen offensiven Formation, mit viel Laufbereitschaft kreierten wir uns zwar gute Situationen konnten jedoch nicht den letzten Pass anbringen oder scheiterten vom Punkt. Der Angriff von Lichtenrade war darauf ausgelegt den bereits erwähnten Halblinken in Wurfposition zu bringen, dabei behielt Ulli im Tor zunächst oftmals die Überhand.  Zwei Angriffe später entfernte sich dann die Null auf unserer Habenseite von der Anzeigetafel, ein Treffer der einen Aufschwung bringen sollte. Konnte man sich doch in Folge nach knapp dreizehn Minuten eine 5:3 Führung erspielen. Unzufriedenheit auf der Gästebank resultierte in einer Auszeit und dem Wechsel auf eine 6:0 – Deckungsformation.

In Folge taten wir uns vorne etwas schwerer, technische Fehler oder nicht angebrachte Kreisanspiele führten zu mehreren torlosen Angriffen. Die Gäste wussten diese Phase zu nutzen und gingen nach 20 Minuten mit 6:9 in Führung. Eine Zeitstrafe unsererseits ermöglichte dem VfL zwei einfache Tore und somit verzeichnete sich bei 6:11 die höchste Führung. Folgerichtig nahmen die Trainer die Auszeit in einer Phase in der das Spiel für uns außer Reichweite zu entgleiten schien. Eine Manndeckung gegen den Halblinken sollte in der Abwehr neue Reize setzen. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit konnte man nutzen um den Rückstand zu verringern und ging mit einem Stand von 10:12 in die Pause.

Der Start der zweiten Hälfte lief nicht ganz nach Plan, die doppelte Überzahl wurde nicht genutzt um den Rückstand zu verringern, dafür erzielte man kurze Zeit später mit dem 15:15 erstmals wieder den Ausgleich. In den folgenden fünfzehn Minuten bot sich wohl das leibhaftige „Duell auf Augenhöhe“, konnten beide Mannschaften ihre Führung nie auf mehr als ein Tor ausbauen ehe die Andere den Ausgleich erzielte. Bei noch acht zu spielenden Minuten brachen wir diesen Bann und gingen mit 23:21 in Front. Die Gäste reagierten nun, versuchten mit dem siebten Feldspieler mehr Druck auf unsere Abwehrreihe auszuüben. Es kam was kommen musste, ein ausgeglichener Spielstand war wieder auf der Anzeigetafel zu sehen. Wir spulen weiter vor beim Stand von (Achtung: Überraschung) 25:25 und noch 45 zu spielenden Sekunden war der VfL in Ballbesitz. Ein erfolgloses Kreisanspiel zehn Sekunden vor Schluss endete in, sagen wir, einer Art Tempogegenstoß.

Dieser resultierte in einem Einwurf auf Höhe der Siebenmeter – Linie, bei noch drei verbliebenden Sekunden nahm Roland die Auszeit. Ein Pfiff ertönte, der Einwurf wurde ausgeführt und Fabi warf den Ball hinter einem Schirm in das Tor. Aus. Sieg. Final4. Oder eben auch nicht, kam der Pfiff doch vom Kampfgericht und nicht von den Schiedsrichtern. Also alles noch einmal auf Anfang. Daniel führt wieder den Anwurf aus, diesmal jedoch nicht zu Fabi sondern zu Jan welcher vom Gegner im griechisch-römischen Stil zu Boden gerungen wird. Die Schiedsrichter entscheiden auf 7m, die letzte Aktion der (regulären) Spielzeit. Robert behält vom Punkt die Nerven und trifft zum 26:25 Endstand.

Fazit: Final4 und Belofu. Der Rest ist egal !

Wir möchten uns ganz herzlich bei dem großartigen Publikum für die sensationelle Unterstützung bedanken! Ihr habt diesem Krimi den gebührenden Rahmen verliehen! Hoffentlich können wir diese Stimmung beim Final4 in fremder Halle ebenso entfachen.

Unseren Gästen aus Lichtenrade wünschen wir noch weiterhin viel Erfolg beim Kampf um den Klassenerhalt in der Ostsee-Spree-Liga.

Ausblick: Am kommenden Sonntag den 26.03. treffen wir um 13:30 Uhr in der Hatzfeldtallee 27 – 33 auf die Zweitvertretung des VfL Tegel. Dort gilt es an der Leistung anzuknüpfen und zwei weitere Punkte einzufahren.

Das Final4 Turnier findet am Wochenende 29./30. April statt.
Genaueres folgt beizeiten.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Franetzki (7), Biebrich(5/1), Langforth (3/2), Grützner, Schultze-Moderow (beide 3),  Braatz, Gerads (beide 2), Rammrath (1), Heiland, Müller, Schneider, Weckwerth


HSG Kreuzberg vs SG R.P.B. (21:30)

kreuzWenn die zwei Punkte zur Nebensache werden

Schaute man nach dem Abpfiff in die Gesichter der Mannen in weiß so erkannte man vieles, doch wahrlich nicht Freude. Wir konnten die Partie zwar mit 21:30 bei der HSG aus Kreuzberg gewinnen, lagen unsere Gedanken nach der Partie jedoch wohl kaum beim Spiel selber. Es war keine Minute mehr zu spielen in der ersten Halbzeit, als Elton unglücklich landete und sich dabei den Unterarm brach. Es ist im Sport wohl eine der schwierigsten Situationen zu sehen wie ein Mitspieler aber vor allem ein Freund schmerzverzerrt das Spielfeld verlässt und man genau weiß mit ein wenig Kühlen ist das Problem nicht behoben. Dann noch eine weitere Halbzeit zu spielen mit dem Ziel diese zu gewinnen, war das Spiel zur Halbzeit nämlich noch völlig offen.

Lieber Fabian, noch einmal an dieser Stelle wünschen wir dir eine schnelle und unkomplizierte Genesung, damit wir bald wieder das Hallenparkett mit einander teilen können.

Nun zum Spiel. Die erste Halbzeit war von unserer Seite überwiegend durch Unkonzentriertheit bestimmt.  In der Abwehr nutzten die Kreuzberger immer wieder nach langen Angriffen diese aus, fanden Lücken wo vermeintlich keine waren oder brachten Pässe an, die wohl auch nicht ankommen dürften, wenn man voll mit dem Kopf da ist.  Das vorher angemahnte Spiel mit dem Kreis hatte man zumindest überwiegend im Griff. Unser Angriffsspiel zeichnete sich überwiegend durch technische Fehler aus, hatte man sich klare Torchancen herausgespielt wusste man im Zweifel aber auch noch gewusst den Torhüter der Hausherren zu treffen. So ergab sich eine absolut ausgeglichene Partie in der ersten Hälfte, über 2:4, 6:6, 10:7 ging es beim Stand von 12:12 in die Kabine.  

Die Stimmung in der Kabine kann man vermutlich am Besten mit „gespenstig“ beschreiben. Unzufrieden mit der bisher gebotenen Leistung und dem Bild des verletzen Elton im Kopf oder vor Augen bestimmten die Gemüter. Die vermutlich einzig angebrachten Worte sagte der Verletzte selbst: „Haut sie jetzt weg“.

Zwar konnte man dies nicht unverzüglich umsetzen so zeichnete sich jedoch schnell ein anderes Bild ab. Die technischen Fehler wurden größtenteils abgestellt und in der Abwehr stellte man mit der 5+1 den Gegner vor neuen Herausforderungen. Im Angriff fand man im 1-1 immer wieder den Durchbruch auf den Halbpositionen erzielte damit im Zweifel über Umwege vom Punkt seine Tore. Man erspielte sich ein kleines Polster welches man zum Ende der Partie auf neun Tore maximierte. Beim Stand von 21:30 pfiffen die Schiedsrichter die Partie ab.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen mitgereisten Fans bedanken, die einen wahren Block bildeten und uns frenetisch unterstützten. Da dies aktuell nicht all zu einfach ist, kann man dies wohl nur noch höher bewerten. Dankeschön !

Am nächsten Sonntag den 19.03. um 17 Uhr treffen wir zuhause im Viertelfinale des Berliner Pokals auf den Ostsee-Spree-Ligisten VfL Lichtenrade. Eine Partie in der man alles andere als der Favorit ist, vielleicht erhöht dies ja die eigene Konzentration und ermöglicht es mal wieder über die gesamte Partie das eigene Leistungsvermögen vollkommen abzurufen. Sollte man sich wohl nur unter den schwierigsten Bedingungen entgehen lassen.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (10/5), Gerads (5), Franetzki, Jordan (je 4), Heiland, Müller (je 2), Langforth, Weckwerth, Wehrmann (alle 1) , Elting


SG R.P.B. vs SG NARVA Berlin II (23:20)

„Zum Glück ist die Mannschaft nach dem Spiel besser in das Spiel gekommen“

Jenen Satz äußerte einst Fußball-Weltmeister Andreas Brehme. Warum nutzen wir ein solches Zitat als Aufhänger ? Zum einen bieten die klugen Köpfe aus der Welt mit dem großen Ball eine schier endlose Anzahl solcher literarischen Weisheiten, zum anderen trifft es wohl einfach auf das gestrige Spiel zu.

Dabei ließ es der äußere Rahmen doch eigentlich nicht zu, dass es schief gehen könnte. Jan gab nach wochenlanger Trainingsbeteiligung sein Debüt, mit Jonas fand sich ein weiterer Rückkehrer auf dem Bogen wieder und Lämmi erklärte sich bereit vor dem eigenen Spiel noch auszuhelfen. Der bisherige Tag im heimischen Velodrom war ebenso ausnahmslos erfolgreich. Zusätzliche fand sich eine große Delegation unserer ersten Frauenmannschaft auf der Tribüne ein. Hatten sie vorher noch ihr eigenes Spiel gewinnen können, waren sie dank des gesponserten Proseccos des Country Cheers wohl am Besten gerüstet für das Folgende.

Der Beginn war gemessen am Spielstand zwar nicht sonderlich alarmierend jedoch wurden schnell die eigenen Defizite am heutigen Tage offenbart. Beim Stand von 6:3 nahmen die Gäste ihre Auszeit. Im Positionsangriff fehlte die nötige Laufbereitschaft auf nahezu allen Positionen um die offensive Abwehr der Gäste in Bewegung zu bringen und den vorhandenen Platz zu nutzen. Viel Stückwerk und Einzelaktionen verhinderten einen ordentlichen Spielfluss so musste sich also jedes Tor einzeln erarbeitet werden. Hinzu kamen eine Vielzahl an Regelverstoßen, es wurde teilweise spekuliert das Spielfeld in der Werner-Seelenbinder-Halle sei kleiner geworden.

Der Abwehrverbund hingegen stand durchaus sicher, wusste man die Auslösehandlung von Narva zu verteidigen, ließ man hier jedoch hin und wieder die volle Konzentration sowie letzte Konsequenz missen. Die Gäste fanden nun besser in das Spiel und glichen mit dem 6:6 folgerichtig aus. Über 8:6 ging es mit 10:8 in die Halbzeitpause.

Sinnbildlich für unsere Offensivleistung wurde dann konstatiert: „Wir dürfen keine Angst haben den Pass zu spielen.“ Sollte man im Erwachsenenbereich wohl lieber nicht feststellen müssen. Aber dafür hat man ja die zweite Halbzeit um alles wieder besser zu machen. Theorie und Praxis liegen bekanntlich oftmals weit auseinander, so auch hier. Mit 0:6 startete man die zweite Halbzeit und legte sich damit ein ordentliches Ei in das eigene Nest. Erstaunlicherweise war es anscheinend jener Negativlauf welcher uns nun dazu verhalf die eigene Leistung abzurufen. Vor allem die einfachen Tore aus dem Rückraum führten in dieser Phase vermehrt zum Erfolg. So korrigierte man den Fehlstart schnell und glich mit dem 15:15 wieder aus. Über 20:17 gewann man am Ende die Partie mit 23:20.

Fazit: Mit der falschen Einstellung gewinnt man Spiele eben nicht einfach mal so im Vorbeigehen. So musste dieser Sieg schwer erarbeitet werden und zeigt wieder, dass man aktuell nicht das volle Potential über die gesamte Partie abrufen kann.

Am Sonntag den 12.03. gastiert man am schlesischen Ufer bei der HSG Kreuzberg um 18 Uhr. Herzlich eingeladen sei an dieser Stelle jeder Schaulustige.

Eure,
erste Männer.

Statistik – Dietz, Rauhut (im Tor), Biebrich (9/4), Franetzki (6), Gornig (3), Schultze-Moderow (2), Grützner, Jordan, Landmesser (alle 1), Braatz, Burkowski, Langforth, Lämmerhirt, Weckwerth


TSV Rudow II vs SG R.P.B. (27:32)

Die erste Männer wahrt den Platz an der Sonne

Die Vorzeichen für die Auswärtspartie in Rudow waren wohl nicht die Besten. Von den eigentlich eingeplanten zwölf Akteuren mussten zwei am Spieltag krankheitsbedingt noch absagen sodass Roland seinen letzten Joker ziehen musste. Tim, nach temporärer Pause, schnürte wieder mal die Schuhe für die erste Männer und wusste zu überzeugen. Angesichts des lauffreudigen Gegners und der dünnen Personaldecke brannte wohl schon vor dem Anpfiff so manchen Konditionswunder die Lunge.

Dagegen hilft vermeintlich ein guter Start, welchen wir auch erwischen sollten. Ein kompaktes Deckungsverhalten, technische Fehler des Gegners, ein gut aufgelegter Uli im Tor und sichere Verwertung der Angriffe führten zu einer 1:6 Führung nach gut sieben gespielten Minuten. Die folgende Auszeit der Hausherren brachte nicht den erhofften Erfolg, viel mehr war es eine Zeitstrafe der Gastgeber, die uns aus dem Konzept brachte. Durch zwei einfache Ballverluste endete jene Überzahlsituation torlos. Woraufhin eine zerfahrene Phase entstand, viele einfache Ballverluste oder übereifrige Würfe nahmen uns den bisher erspielten Fluss. Rudow verkürzte auf 8:9 und drohte das Spiel zu drehen, allein der bereits erwähnte Uli verhinderte mit wichtigen Paraden schlimmeres. Gen Ende der ersten Halbzeit reduzierten wir die eigenen Fehler und konnten uns folgerichtig wieder absetzen. Mit 11:16 ging es in die Kabine. 

Die Devise in der Pause war eindeutig, die leichten Fehler, speziell im Positionsangriff verringern und den Gegner weiterhin in Schach halten.
Zunächst gelang dies und wir erwischten wieder den besseren Start in die zweite Hälfte. Über 14:18 erspielte man sich beim 15:23 erstmalig einen Acht-Tore-Vorsprung. Was folgte war sinnbildlich für die gesamte Partie: durch eine gewisse Fahrlässigkeit schrumpfte der Vorsprung etwas, um dann wieder zu wachsen. Die Südberliner verkürzten auf 20:25 ehe wir wieder auf 21:28 erhöhen konnten. Beim Stand von 27:32 waren dann die 60 Minuten vergangen.

Fazit: Die taktische Diversität der Hausherren stellte uns weniger vor Probleme, als die eigene Leistung. In der Deckung verteidigte man den gegnerischen Positionsangriff größtenteils ordentlich, unabhängig ob mit einem oder zwei Kreisläufern. In der zweiten Hälfte fehlte die letzte Konsequenz und führte so zu immerhin 16 Gegentoren. Der Angriff war ebenso unbeeindruckt vom Deckungssystem der Rudower ob 6:0, 5:1 oder 5+1, fanden wir grundsätzlich die richtigen Mittel. Einzig die Konzentration spielte in einigen Situationen nicht ganz mit. So waren es unsere eigenen Fehler, die den Gegner immer wieder in die Partie brachten. Sobald diese zeitweilig abgelegt werden konnten, wuchs die Führung.

Wir bedanken uns bei allen Fans, die den weiten Weg in den Süden der Stadt mitgemacht haben. Danke für die Unterstützung und das Bildmaterial.

Am kommenden Sonntag den 05.03. empfangen wir die Zweitvertretung der SG Narva im heimischen Velodrom um 16:15Uhr.

Eure erste Männer

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (10/5), Braatz (5), Gerards, Langforth (je 4), Müller (3), Jordan, Rammrath, Wehrmann (alle 2), Weckwerth

SG R.P.B. vs SG FES (28:23)

Nicht viel besser und trotzdem derselbe Ausgang

Vergangenes Wochenende setzte man sich nach einer dürftigen Leistung gegen den Stadtligisten VfL Lichtenrade II durch (wir berichteten), gefolgt von einer schwachen Trainingswoche empfingen wir nun die SG FES. Jenen Gegner gegen den man den bisher höchsten Saisonsieg (29:11) verbuchen konnte. Besonders hervorgehoben von den Trainern wurde das Abwehrverhalten, war dies in den letzten Wochen so gut wie nicht vorhanden, wurde hier eine Reaktion gefordert. „Zeigt uns, dass ihr es könnt“ so der Grundtenor.

Den ersten Angriff durften unsere Gäste ausspielen in welchem es einer unserer Spieler doch tatsächlich schaffte sich nicht nur die gelbe Karte, sondern auch noch gleich eine Zeitstrafe ab zu holen. All das innerhalb der ersten Spielminute, sicherlich nicht unbedingt das, was der oben genannte Grundtenor beinhalten sollte. Die SG FES nutze die Überzahl und ging in Führung. Nach zehn Minuten sah sich Roland genötigt die Auszeit zu nehmen, der Blick auf die Anzeige verriet einen Zwischenstand von 1:3.

Erinnert wurde an gewisse Grundtugenden dieser Sportart, speziell der Angriff wies enorme Schwächen auf. Wenig Tempo, kaum Druck auf die Abwehr, übermotivierte Würfe oder riskante Pässe führten zu einem großen Gesamtbild unseres Angriffsspiels: jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Die Abwehr hingegen stand zumindest teilweise gestaffelt, so ließ man hier jedoch hin und wieder nötiges Abwehrverhalten im 1:1 vermissen oder gestattete dem Gegner unbedrängte Würfe aus dem Rückraum.

Zwar lag man über die weite Strecken des Spiels hinten, so konnte man den Abstand zumindest auf maximal drei Tore halten. Beispielhaft für die Leistung sei an dieser Stelle die letzte Minute der ersten Halbzeit erwähnt. Beim Stand von 10:12 besaß man den Ball und nach gut dreißig Sekunden wurde das passive Spiel der Schiedsrichter angezeigt. Es folgte ein geblockter Schlagwurf vom Linksaußen auf der halblinken Position, der anschließende Einwurf wurde genutzt um von der Rechtsaußenposition und einem schwierigen Winkel abzuschließen. Der Gegner bekam den Ball und erhöhte kurz vor Ende noch auf 10:13.

Sichtlich angespannt ging es in die Kabine. Was dort in den zehn Minuten geschah sei diesmal unerwähnt. Eins war jedoch allen bewusst, trotz der schlechten Leistung war man immerhin noch in Schlagdistanz und besaß die Möglichkeit das Spiel zu drehen.

Eine Besserung war erstmals erkennbar, langsam aber sicher konnte man den Rückstand aufholen und agierte im Angriffsspiel bedachter als vorher. Beim Stand von 16:16 hatte man es nach dem 1:1 erstmals wieder geschafft das Spiel auszugleichen und verbuchte nach gut 45 gespielten Minuten mit dem 19:18 die erste eigene Führung überhaupt. Ab hier schien eine gewisse Leichtigkeit in unser Spiel zu gelangen, so gab man diese Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. Vermehrte Ballgewinne in der Abwehr ermöglichten nun auch lang ersehnte Tempogegenstöße. Mit einem 4:0 – Lauf erhöhte man nach dem zwischenzeitlichen 19:19 auf 23:19 und schien die SG FES mit weniger als zehn verbliebenden Minuten geschlagen zu haben. Kurz vor Ende ging man sogar mit sechs Toren in Führung, ehe die Gäste mit dem letzten Tor des Spiels den Endstand von 28:23 erzielten.

Was bleibt also festzuhalten ? Die ersten gut 40 Minuten spiegelten wohl ganz gut die Leistungen der letzten Woche wieder, zwar konnte man den Gegner ab dem 16:16 mit zwölf zu sieben Toren noch abschütteln, doch sollte trotzdem nicht den Anschein erwecken lassen man hätte einen lockeren Sieg eingefahren. Mit einer solchen Einstellung werden die letzten Wochen ein hartes Stück Arbeit. Wer sich davon überzeugen möchte, dass wir es auch von Beginn an besser können, darf uns gerne am kommenden Samstag, den 25.02. in die Neuhofer Straße 41 nach Rudow begleiten. Um 19 Uhr geht es dort dann um die nächsten zwei Punkte.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Biebrich (7/3), Schneider (6), Gerads (4), Gornig, Langforth (je 3), Braatz, Schultze-Moderow (je 2), Jordan (1), Landmesser, Weckwerth


VfL Lichtenrade II vs SG R.P.B. (30:37)

Mit bescheidener Leistung in das Viertelfinale

Die Losfee meinte es wahrlich gut mit uns. Hätte man nach dem Erfolg über den TuS Hellersdorf auf weitere Verbands- oder gar Ostsee-Spree-Ligisten treffen können, wurde uns einer von nur noch zwei verbliebenden Stadtligisten zugelost. Die Favoritenrolle konnte demnach schwer wegdiskutiert werden und mit dem Selbstverständnis ging man in die Partie. Von jeglichen abgestumpften Pokal-Phrasen sei an dieser abgesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite fand sich eine überwiegend junge Mannschaft ein, den Erfolg in der Ausbildung junger Spieler ist in Lichtenrade keine Ausnahme, bestes Beispiel hierfür ist wohl die aktuelle Mannschaft in der Oberliga. So ergab sich wohl auch das bekannte Bild in solchen Duellen.

Hinein in die Partie. Die ersten zehn Minuten gestalteten sich absolut ausgeglichen. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive und ließen sich nur wenig Zeit den Abschluss zu suchen. Auf unserer Seite war man wohl mit der schnellen Mitte und der zweiten Welle der Hausherren überrascht und konnte die, von den Trainern vorher angesprochene, 4:2 –Angriffsformation kaum stoppen. Viele freie Würfe aus dem Rückraum oder gute Anspiele an den Kreis brachten Lira immer wieder zum Erfolg. Wir hingegen wussten die körperlichen Vorteile auszunutzen, gutes Stoßverhalten verschafften vermehrt Durchbrüche auf den Halbpositionen. So konnte man auf der Anzeige nach gut sieben Minuten einen Zwischenstand von 6:7 lesen. Weitergehend schraubten beide Mannschaften das Tempo ein wenig herunter, Lichtenrade lief die zweite Welle nicht mehr so zwingend und wurde von uns in den Positionsangriff genötigt. Zur Folge hatte dies einen zwischenzeitlichen 5:0 – Lauf unsererseits was den Grundstein für den Erfolg legte. Positiv hervorzuheben an dieser Stelle sei unser ruhiges Ausbauspiel im Positionsangriff, von den Trainern seit geraumer Zeit angepriesen, war es erstmals ersichtlich. Über ein 8:17 (höchste Führung im Spiel), ging es mit 12:18 in die Halbzeit.

Sonderlich viel gab es in der Pause nicht zu besprechen, das Verteidigen der zweiten Welle und mehr Aggressivität bei den Würfen aus dem Rückraum oder am Mann stand jedoch im Vordergrund.

In der zweiten Halbzeit einigten sich beide Mannschaften darauf das Verteidigen gänzlich einzustellen. Fehlende Abstimmung zwischen dem Innenblock und dem Halben auf einer Abwehrseite, überhastete Abschlüsse oder Ballverluste schlugen sich jedoch nicht sonderlich im Ergebnis wieder. Auch eine Umstellung auf eine offensivere Abwehrformation brachte kaum Erfolg im Verhindern der Gegentore. Unnötige Zeitstrafen wusste Lichtenrade gnadenlos auszunutzen, ob über den Kreis oder Würfe am Mitte von der Mitteposition. Wir mussten also unser Heil in der Offensive suchen und taten dies mit Erfolg. So ergab sich allein in der zweiten Halbzeit ein Ergebnis von 18:19 und das Spiel endete mit 30:37 für uns.

Mit dem Erfolg zog man in das Viertelfinale des Berliner Pokals ein und qualifizierte sich gleichzeitig für den Amateurpokal in der kommenden Saison. Mit welchem Gegner man es in der nächsten Runde zu tun bekommt, wird sich dann am kommenden Dienstag in den Räumen des HVB entscheiden.

Wir möchten uns noch bei den mitgereisten Fans herzlichste bedanken, welche zahlreich die Reise in den Süden der Stadt auf sich genommen haben und uns großartig unterstützt haben. Vielen Dank !

Hingewiesen sei noch auf das kommende Heimspiel in der Liga gegen die SG FES um 16 Uhr am Sonntag.

Eure erste Männer.

Statistik: Dietz, Rauhut (im Tor) – Langforth (8), Braatz, Gerards (je 5), Elting, Jordan, Müller (alle 4), Biebrich (3/2), Schneider, Weckwerth (je 2), Landmesser, Rammrath

BFC Preußen II – SG Rotation P.B. (17-29)

Bevor der eigentliche Bericht beginnen soll, möchten wir uns für die erneute Verspätung entschuldigen. Man könnte dies darin begründen, dass der ursprüngliche Autor beruflich eingespannt sei, das wäre jedoch ehrlich und zu einfach, also nicht unser Stil. Wir begründen es mit der ausgesprochenen Belofu – Einheit am vergangenen Dienstag; nachdem man das Spiel am Sonnabend gegen die preußischen Adler gewann, spielte wohl der ein oder andere Hormonspiegel verrückt, Videos zur Verbesserung der eigenen Dribbelfähigkeiten wurden studiert, die CR7-Pose erprobt und/oder die guten Fußballschuhe entstaubt. Jedenfalls waren wir in voller Ekstase. Es wurde eine phasenweise ansehnliche Partie auf das Parkett gelegt, was so manchen dazu verleitete nach dem eher mäßigen Rückrundenstart der Bundesliga das Träumen von der ganz großen Bühne zu beginnen. Letztendlich hat sich nun ein Laie der Aufgabe angenommen, welcher nun nachvollziehen kann, wie sich Frodo gefühlt haben muss, als er zum ersten Mal das Auenland verließ mit der Aufgabe den Ring der Macht nach Mordor zu bringen. Aber so schwierig kann das schon nicht sein?! Wird schon!

Die Zweitvertretung der Preußen hatte also eingeladen im beschaulichen Lankwitz sich zum zweiten Mal diese Saison zu messen in eine Halle, die selbst den eingefleischten Berlinern ein unbeschriebenes Blatt war. Der Anwurf fand am Sonnabend um 20 Uhr statt; es ist noch nicht allzu lang her, als man zu dieser Zeit mit der Familie vor dem Fernseher sich versammelte, zunächst das Weltgeschehen in der Tagesschau verfolgte um sich dann von „Wetten, dass.. ?“ erheitern zu lassen. Jenes Erfolgsformat wurde bekanntlich abgesetzt und es gab keine Ausreden, somit fanden sich alle lauffähigen Spieler am Spielort ein. Jeder war gewarnt, waren es doch die Preußen, welche uns den heimischen Auftakt in die Saison versalzten, am Ende wurde man mit neun Toren gewatscht (22:31). Besonders der Altveteran im rechten Rückraum stellte die Mannschaft vor schier unlösbare Aufgaben der Fokus des Spiels lag demnach darauf den Spieler besser zu verteidigen.

Nun hinein in das Spiel. Man vermag es nicht zu glauben, jedoch schafften wir es die vorgegebenen Aufgaben zu Beginn der Partie umzusetzen. Die jungen Rückraumspieler wurden zur Entscheidung gezwungen was sich zunächst auszahlen sollte. Viele Ballgewinne unsererseits oder vergebene Würfe und ein temporeicher Offensivvortrag führten schnell zu einer deutlichen Führung. Beim Stand von 0:5 nach sieben gespielten Minuten war der heimische Trainer gezwungen seine Auszeit zu nehmen. Lediglich die Fahrlässigkeit in den Tempogegenstößen verhinderte ein gar noch höheres Ergebnis, dabei schien es egal zu sein, ob 2-1 oder 3-1 Konter, man vergab sie leichtsinnig. Vor allem unser Rückraum wusste in dem Spiel zu überzeugen, ob Fabi mehrmals wuchtig einnetzte, damit er seinen neugewonnen Roy Makaay Gedächtnisjubel anwenden konnte, oder Pete und Chris, die sich immer wieder im 1gegen1 durchsetzten.

Ein Offensivfeuerwerk brannte trotzdem beide Mannschaften nicht ab, sodass es über die Stationen 1:7, 4:7, 6:12 schließlich in die Pause ging. In der Halbzeit sollte der Fokus nun darauf liegen die Gegner nicht wieder in das Spiel zu bringen, zwar war man gefühlt die überlegene Mannschaft, hatte trotzdem nur einen sechs Tore Vorsprung und man ist bekannt dafür den Start in die zweite Halbzeit gerne zu verschlafen. Genau diesem blieben wir uns an diesem Abend immerhin treu. Im Innenblock stimmte die Abstimmung nicht und einfache Tore des Gegners wurden zugelassen. Beispielhaft sei hier der erste Angriff in Halbzeit zwei erwähnt, beidem der bis dato beste Rückraumspieler der Preußen von Halblinks über die Mitte lief und von sieben Meter unbedrängt einnetzten konnte. Zusätzlich kamen mehrere klare Torchancen die vorne vergeben wurden und die Anzeige leuchtete ein 10:14 auf. Eine schnelle personelle Änderung der Trainer brachte jedoch gewünschten Erfolg, die Fehler wurden abgestellt und man setzte sich auf 11:19 ab.

Der Gegner schien bezwungen und es begann die Garbagetime, beide Teams spielten die Partie herunter und man trennte sich letztendlich mit einem 17:29.

Womit man einen solch deutlichen Unterschied zum Hinspiel erklärt ist wohl jedem selbst überlassen. Jedenfalls deklarierten die Trainer als eine der besten Saisonleistungen, fanden trotz allem taktische Finessen, an denen weiterhin gearbeitet wird.

Die nächste Partie findet am Sonnabend, dem 11.02. in der Zescher Straße 20 gegen den Stadtligisten VfL Lichtenrade II im Pokal statt. Dort möchte man in die nächste Runde einziehen und dem Final Four einen Schritt näher rücken.

In Liebe,
eure erste Herren.

Statistik: Rauhut, Dietz – Biebrich (10), Schneider (8), Jordan, Elting (je 4), Gerards (2), Schultze-Moderow, Grützner (je 1), Puls, Landmesser, Langforth, Gornig, Weckwerth


Hbfr. Pankow vs SG R.P.B. (29:31)

+++ Während wir den Winterspeck bekämpfen, scheint Ramme die Sonne aus dem A**** +++

Tja, was soll man dazu sagen. Ramme lässt sich in Südostasien den Pelz bescheinen und uns laden die Handballfreunde Pankow zur ersten Turneinheit des neuen Jahres in die Max-Schmeling-Halle. Unfair irgendwie. Mit ordentlich Winterspeck kam der Großteil der 1.Männer aus allen Teilen der Republik nach den Festtagen zusammen, um sich zu unchristlicher Zeit um 12 Uhr auf einem Sonntagmorgen mit den drittplatzierten Gastgebern zu messen. Nicht die allerbesten Voraussetzungen für den ersten Aufgalopp, aber – um es vorweg zu nehmen – der Spaß ist gerade nochmal gut gegangen. Hätte auch ins Auge gehen können.

Euch allen ein frohes neues Jahr! Wir hoffen, Ihr seid feuchtfröhlich in 2017 gerutscht...! Zum Abschluss der Rückrunde fehlten Langzeiturlauber Ramme, die Verletzten Christian und Björn, sowie Zlatan und Paul, der im wahrsten Sinne des Wortes zur Pause aus Basel eingeflogen wurde. Soviel zu den Begleitumständen. Wie bereits geschrieben, empfingen uns die Handballfreunde in der MSH, in der wir normalerweise unsere wöchentlichen Trainingsstunden abhalten. Bernd warnte in weiser Voraussicht daher, die Begegnung nicht als Testspiel anzugehen, Trainingshalle hin oder her.

Weise Worte, die leider im MSH-Komplex verpufften. Denn wirklich wach schienen nur die Gastgeber zu sein. Dank einer etwas unorthodoxen Abwehr und sehr treffsicheren Außenspielern legte Pankow immer wieder vor (4:2, 6:4), wir hechelten hinterher und fanden überhaupt nicht zu unserem Spiel. Vorne warfen wir unbedrängt die Bälle ins Seitenaus oder zum Gegner, die Anfangsphase dominierten zweifellos die Handballfreunde. Beim 12:6 lagen wir erstmals mit sechs Toren hinten und bei dem einen oder anderen machten sich erste Anzeichen von Ratlosigkeit bemerkbar. Was also tun im Handball? Richtig, die fast komplette Anfangssieben auswechseln und alles auf null. Besonders der neue Innenblock mit Elton und Müller stand plötzlich aggressiv und bombenfest, sodass wir im Gegenzug auch endlich zu den einfachen Toren kamen. Und prompt sah auch das Ergebnis auf der Anzeigetafel deutlich freundlicher aus: Statt 12:6 stand dort nach gut 25 Minuten 13:15, mit dem Halbzeitstand von 15:17 pfiff der souveräne und gute Schiri zum Pausentee.

So sollte es im zweiten Abschnitt weitergehen. In der Theorie jedenfalls. Denn trotz der guten Vorsätze fand Pankow zurück ins Spiel und war gewillt, uns ein Spiel auf Augenhöhe zu liefern. Gut, dass Uli, der inzwischen das Tor hütete, gleich mal mit Ansage einen Siebenmeter hielt. „War ganz okay“. Es blieb also spannend, wir konnten uns nicht wie gewünscht absetzen (18:17, 18:20, 22:21, 23:23). Da beim Heimteam in der Crunchtime die Kräfte nachließen, setzten wir uns in der Folge und dank einiger klar ausgespielter Angriffe mit vier Toren ab (26:30). Klingt nach Vorentscheidung, war es aber nicht. Durch ausgelassene Torchancen kam Pankow nochmal heran und stellte beim 28:30 auf Manndeckung um. Wir verwarfen im Angriff, vorne netzten die Handballfreunde zum Anschlusstreffer. Auch den folgenden Angriff ließen wir ungenutzt, sodass wir uns plötzlich durch einen Siebenmeter mit einer möglichen Punkteteilung konfrontiert sahen. Das Ende vom Lied? Der Siebenmeter wurde verworfen, während wir in den Schlusssekunden zum Endstand von 29:31 trafen und den Deckel draufmachten.

Dass wir nach der missratenen Anfangsphase den Kopf aus der Schlinge ziehen konnten, verdanken wir der sicherlich breiteren Bank als Pankow und der insgesamt guten kämpferischen Leistung. Weniger schön waren die zahlreichen technischen Fehler und Fehlwürde. Das hat noch Luft nach oben, aber schieben wir es der Einfachheit halber doch auf die Anwurfzeit, den Testspielcharakter und unsere wohlgenährten Weihnachtsbäuche. Elton darf dank grandiosem Premierenknaller bei Gelegenheit eine Kiste Flens spendieren.

Weiter geht’s zu gewohnter Uhrzeit um 16 Uhr am nächsten Sonntag gegen Z88 im Velodrom. Im Hinspiel haben wir uns gegen die Zehlendorfer extrem schwer getan und einen deutlichen Vorsprung in der Schlussphase fast noch verspielt. Spannend können wir also!

SG R.P.B. vs SG OSF Berlin II (30:34)

+++ 1. Männer verliert Spitzenspiel trotz 5-Tore-Führung +++

Pünktlich zur Weihnachtsfeier aller Seniorenteams heute Abend ein kurzes Amuse Gueule, also ein laut Wikipedia „appetitanregendes, kleines und mundgerechtes Häppchen“ vom Gipfeltreffen der 1. Männer gegen OSFs Zwote, bevor dann später das große Schlemmen und Verkosten von heimischen und überregionalen Getränkespezialitäten losgeht.

Zur Begegnung war im Vorfeld alles gesagt worden. Im Velodrom trafen die bis dato stärksten Mannschaften der Landesliga aufeinander, wir hatten richtig Bock und – um es vorwegzunehmen – das Spiel hielt wohl alles, was man sich vorab versprochen hatte. Nicht mitmischen konnten aus unterschiedlichsten Gründen Christian, Arne und Paule (2x) auf den Außenbahnen nicht, dazu verletzte sich Matze donnerstags im Training und mehrere Jungs gingen angeschlagen in die Partie. Aber hey, beim Spitzenspiel wird auf die Zähne gebissen!

Die Geschichte der 1. Halbzeit ist schnell erzählt. Beide Mannschaften kamen passabel ins Spiel und es wurde direkt ordentlich genetzt. Auffallend von Anfang an die große Intensität: Obwohl es kaum Gegenstöße gab, war das Tempo extrem hoch und man rieb sich hüben wie drüben in den Zweikämpfen auf. Folgerichtig konnte sich kein Team bis zum 5:5 absetzen. Dann bekamen wir in der Abwehr aber immer mehr Zugriff und fanden im Angriff stets die richtigen Lösungen. In der Phase des Spiels zeichnete uns vor allem aus, dass wir fleißig von allen Positionen netzten und so nur schwer auszurechnen waren.

Über 8:5, 12:9 und 15:12 hielten wir die Gäste auf Distanz und spielten fast wie aus einem Guss. Das hatte zur Folge, dass wir uns nach gut 20 Minuten sogar einen 5-Tore-Vorsprung erkämpften (17:12). Leute, es lief! Bedingt durch einige Wechsel, sodass der Spielfluss etwas flöten ging und kleinere Unachtsamkeiten verpassten wir es, mit einem ähnlich hohen Vorsprung in die Pause zu gehen, sodass OSF eine Minute vor dem Pausenpfiff auf 18:16 verkürzen konnte. Aber egal, wir hatten echt gut abgeliefert und führten hochverdient.

Klar, so soll’s weitergehen. Klappte leider nur theoretisch, denn OSF II gelang schon kurz nach Wiederanpfiff der Ausgleich (19:19). Wir berappelten es uns aber schnell und konnten immer wieder ein oder zwei Tore vorlegen. Zwar kassierten wir nun vermehrt einfache Tore, konnten unsererseits aber vorne auf jedes Gegentor antworten (28:26). Dann der vermeintliche Knackpunkt, bzw. mehrere Szenen, die das Pendel zu unseren Ungunsten ausschlugen ließen: Wir brachten vom Siebenmeterpunkt und den Außenpositionen den Ball nicht im gegnerischen Kasten unter, trafen dann in Überzahl aus dem Rückraum nicht die beste Entscheidung und wechselten einmal nahezu komplett durch.

Erstmals seit dem 3:4 in den Anfangsminuten liegen wir im Hintertreffen (28:29). Es geht in die Crunchtime! Alles oder nichts, wir gleichen nochmal aus (30:30). Allerdings haben wir nun vermehrt in den Zweikämpfen das Nachsehen, OSFs Zwote einfach noch ein paar Körner mehr im Köcher. Die Gäste spielen in den Schlussminuten nun ihrerseits wie aus einem Guss und wir rennen hinterher. Der starken Schlussoffensive des neuen Tabellenführers haben wir nichts entgegenzusetzen und verlieren letztlich etwas zu hoch 30:34. In Summe und beim Blick auf beide Halbzeiten wäre ein Unentschieden sicherlich auch nicht unverdient gewesen, uns kostet die letzte Viertelstunde, in der OSF das deutlich bessere Team war, am Ende zwei Punkte. Glückwunsch in den Süden der Hauptstadt!

Trotz der Niederlage blicken wir nach vorne, belegen mit nun vier Minuspunkten immer noch den zweiten Platz und freuen uns natürlich aufs Rückspiel. Denn bei allem Ärger über die verlorenen Punkte hat’s tierisch Spaß gemacht in einem Spiel, das wir in dieser Intensität in der gesamten Saison noch nicht hatten. In dem Sinne: Hoch die Tassen, Ladies und Gents, heute Abend lassen wir es krachen! Nicht lang‘ schnacken, Kopp in‘ Nacken…Bis später!

Am Sonntag empfangen wir zum Jahresausklang zu gewohnter Uhrzeit Buckow im Velodrom. Zuschauer sind wie immer gerne gesehen.

Es spielten und trafen:

Uli und Markus im Tor; Pete (8), Fabi (7), Björn (5), Zlatan (3), Tino (2, danke nochmal für die tatkräftige Unterstützung!), Felix (1), Ramme (1), Daniel (1), Robert (1), René (1), sowie Chris und Mucki.


SG Hermsd.-Waidm.lust vs SG R.P.B. (20:33)

Das Wort zum (letzten) Sonntag

Am frühen Sonntagabend verschlug es unsere Truppe nach Brandenburg. Ob das so stimmt, entzieht sich meiner Ortskenntnis, es war auf jeden Fall weit draußen und ganz sicher nicht mehr Berlin. Für diejenigen, die mit der S-Bahn anreisten, war es jedenfalls ein schöner Fußmarsch durch nebliges Gelände, bis man in der Cité Foch – ja, alles hier war irgendwie „französisch“…komische Ecke – ankam.

Trotz bemerkenswerter Verletztenlistenliste schafften es 13 Sportskameraden mehr oder weniger munter auf den Spielberichtsbogen und wir waren gespannt, was uns erwarten würde. Das anstehende Spitzenspiel gegen OSF schon irgendwie im Hinterkopf, war allen doch bewusst, dass es erst die jungen und kernigen Aufsteiger aus dem Berliner Umland zu bezwingen galt.

Das Spiel begann ganz nach Plan. Von Übermut keine Spur, konnten wir uns schnell einen deutlichen Vorsprung erarbeiten. Die Abwehr stand gut, vorne kamen wir immer wieder durch simple Auslösehandlungen zu freien Torwürfen und Uli hielt, was auf seinen Kasten kam. „Neuzugang“ Arne zeigte auf der linken Außenbahn, was er in Ostwestfalen so gelernt hat und konnte sich fleißig in die Torschützenliste eintragen.

So weit, so gut. Mit einer komfortablem 17:9 Führung ging es in die Pause und die Trainer gaben die Marschrichtung für den zweiten Abschnitt vor. Lediglich in der Abwehr sah man Verbesserungspotenzial, wollte man die vorgegebene Marke von weniger als 20 Gegentoren erreichen.  

Naja…in der zweiten Hälfte wurde viel durchgewechselt und wir probierten taktisch neue Dinge aus. Im Grunde blieb es beim Ausprobieren, denn das meiste ging – sorry! – ziemlich in die Hose. Der Spielfluss war weg und es entwickelte sich kein schön anzuschauendes Spiel. Trotzdem war der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr und wir konnten auch die zweite Halbzeit deutlich für uns entscheiden. Damit waren die nächsten zwei Punkte eingetütet. Endstand 20:33.

Es spielten und trafen:
Uli und Markus (n.e) im Tor, Pete (12), Arne (5), Paul (5), Chris (3), Matze (2), Felix (2), Robert (1), Mucki (1), Björn (1), Daniel (1), René.


SG R.P.B. vs VfL Tegel II (34:28)

Advent, Advent, der Paule rennt,
Advent, Advent, die Abwehr pennt,
Advent, Advent, der Trainer brennt.

Mit diesen drei vorweihnachtlichen Versen wäre im Prinzip das Wichtigste zum Auftritt der 1. Männer gegen Tegel II gesagt. Was das im Detail bedeutet, sei im Folgenden – ganz ohne Reime – erklärt:

Advent, Advent, der Paule rennt…

…und das schon wieder ganz gut. Die Rede ist von Paul Go., der sich in der Vorbereitung schwer am Knöchel verletzte und erstmals wieder das Leibchen für Rolles ersten Anzug überstreifte. Welcome back! Ein großer Kader (immerhin schwitzten in der Vorbereitung locker 20 Sportskameraden mit) ist in unserer Situation wie Petersilie auf dem Schnitzel – ist schön, bringt aber nix. Denn das Krankenlazarett ist weiterhin dermaßen prall gefüllt, dass am Wochenende nicht einmal 14 Mann auf dem Spielberichtsbogen standen. Da ist es umso erfreulicher, dass neben Paul auch Fabi zeitweise mitwirken konnte und direkt mal zeigte, wie man im Rheinland feuern kann. Fun Fact für alle Berliner: Köln ist im Rheinland und das Rheinland ist nicht das Ruhrgebiet. You know what I mean. Fabi machte jedenfalls ein Bombenspiel und flackte ganz ohne Harz 12 Mal ins Herz der Tegeler.

Advent, Advent, die Abwehr pennt…

…ohja, wir standen hinten offen wie der berühmte Schweizer Käse. Verdammt löchrig nämlich. Immerhin stank es nicht so. Jedenfalls fehlte über die gesamte Dauer des Spiels die nötige Abstimmung im Abwehrverbund, sodass die junge Gastmannschaft vor allem über den Kreisläufer immer wieder zu Torerfolgen kam. Normalerweise sind wir um Ausreden nicht verlegen und auch diesmal kann man sicherlich anführen, dass die Abwehr aufgrund der personellen Konstellation nicht eingespielt sein kann, aber ein kleines Geschmäckle bleibt doch.

Dabei gerieten wir einzig beim 0-1 im ersten Angriff in Rückstand. In der Folge erarbeiteten wir uns immer wieder einen Vorsprung, um ihn dann mit schöner Regelmäßigkeit wieder dahinschmelzen zu sehen. Immer wenn wir auf drei oder sogar vier Tore Vorsprung davonzogen, kosteten uns leichte Fehler im Angriff und bereits angesprochene Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr eine deutlichere Führung, sodass es bis zum 24:23 spannend blieb im Velodrom. Erst beim 26:23 gelang es den Schwarzhemden schließlich, den Vorsprung zu halten und bis zum Ende bis auf 34:28 auszubauen. Hatten wir da etwa einen konditionellen Vorsprung gegenüber den Jungspunden? Halbzeitstand war übrigens 14:12, nur fürs Protokoll.

Advent, Advent, der Trainer brennt…

…ja, den anwesenden Übungsleitern stand bisweilen die Zornesröte ins Gesicht geschrieben. Hoffen wir, dass der Schreiberling für die Beschreibung beim Training heute Abend nicht noch Extra-Schichten schieben muss. Aber glücklich war man auf offizieller Seite nicht wirklich über den Auftritt, hatte sich in den letzten Spielen doch schon angedeutet, dass das eine oder andere Rädchen noch nicht so ineinandergreift, wie man nach den Kantersiegen vermuten konnte. Trotzdem steht am Ende des Tages ein wichtiger Sieg gegen einen Gegner, der zu keiner Zeit aufgab und schon den einen oder anderen Konkurrenten vor große Aufgaben gestellt hat. Also: Mund abputzen und „Einfach machen!“.

Am kommenden Sonntag sind wir um 18 Uhr bei der SG Hermsdorf-Waidmannslust gefordert. Reisewütige Rotationer sind zwecks Unterstützung natürlich gerne gesehen!

Spielfilm: 0-1, 3-1, 6-2, 6-6, 9-9, 12-10, 14-12 // 14-13, 17-15, 20-19, 22-21, 24-21, 28-24, 30-26, 32-27, 34-28

Es spielten und trafen:
Uli im Tor, Fabi (12), Pete (6), Robert (4), René (3), Chris (2), Paul Ge. (2), Daniel, Björn, Matze, Paul Go., Ramme (je 1), Mucki


SG R.P.B. vs HSG Kreuzberg (36:23)

Bericht 1. Männer gegen HSG Kreuzberg +++ Verletzungspech hält an +++ schweres Spiel gegen Tegel am Sonntag

Bevor wir uns der morgigen Aufgabe widmen, erst noch ein Abriss des Auftritts gegen die Mannen der HSG Kreuzberg. Leider füllt sich unser eh schon beachtliches Krankenlazarett immer mehr, denn neben den Langzeitverletzten fallen mit Maxim, Fabi und Christian drei weitere Stammkräfte auf unbestimmte Zeit aus. Glücklicherweise half Tino aus und konnte vor allem die auf der Halbposition in der Abwehr entstandene Lücke schließen. Merci dafür! Wenig überraschend stand also gegen Kreuzberg wieder einmal eine neu zusammengewürfelte Gang auf der Platte.

Der erste Treffer des Spiels war uns vorbehalten, danach beteiligte sich die HSG munter am Torewerfen. Unsere Abwehr hatte sich noch nicht gefunden, sodass sich die Gäste ohne Körperkontakt in freie Wurfpositionen kombinieren durften und den entstandenen Platz zu nutzen wussten. Wir kamen vorne zwar zu guten Gelegenheiten, schmissen im Gegenstoß die Bälle aber förmlich weg – auch Duracell-Hase Paul kann in dem Fall keinen Ball erlaufen, der kurz vor dem gegnerischen Torwart erst wieder runterfällt. Zwischenstand demnach 3:3 ohne Vorteile auf einer Seite. Ab dem 7-6 konnten wir uns erstmals absetzen und dank einer verbesserten Abwehr mit einem gut aufgelegten Markus im Tor auf 12-6 enteilen. Die 5:0-Serie war dann auch der Knackpunkt im ersten Abschnitt, da wir den Vorsprung mit in die Pause nahmen (18-12). Sechs Tore vor klingt gut, oder? Denkste!

In der Kabine gab es einen gehörigen Anpfiff des anwesenden Übungsleiters. Zu pomadig in Abwehr und Angriff, vorne wie hinten fehlte die nötige Konsequenz, um das Spiel noch deutlicher zu gestalten. Die Ansprache sollte ihre Wirkung nicht verfehlen, denn während wir vorne netzen konnten, gelang Kreuzberg nach Wiederanpfiff zunächst kein Tor und wir stellten auf 22-12. Damit war die Messe im Prinzip gelesen, ein Aufbäumen bei der HSG war nicht mehr erkennbar. Trotzdem luden wir ganz im Stile eines guten Gastgebers Kreuzberg zum Torewerfen förmlich ein – und konnten uns bei Uli, der zur Pause für Markus zwischen die Pfosten kam, bedanken, dass der komfortable Vorsprung nicht dahinschwand. Beide Keeper verdienten sich ein Fleißkärtchen und nahmen zahlreiche freie Würfe vom Kreis weg. Im Angriff gelangen einige sehenswerte Kombinationen (Kreisanspiele auf den eiskalten Müller…!) und auch der Gegenstoß funktionierte in der zweiten Hälfte deutlich besser. Endstand 36-23.

Naja, bei 13 Toren Differenz gibt’s auf den ersten Blick wenig zu meckern, aber bei konzentrierterem Auftreten wäre es sicherlich möglich gewesen, dem Trainer eine oder sogar zwei Kisten Kaltgetränke abzuluchsen. 

Es spielten: Markus und Uli im Tor, Paul (10 Tore), Pete (6), René (4), Robert, Chris, Daniel, Ramme (alle 3), Björn, Matze (je 2), sowie Mucki und Tino.

+++ Tegel vor der Brust +++

Am Sonntag erwartet Rolles Erstvertretung dann Tegels Zwote. Der Aufsteiger konnte zuletzt OSF II aus dem Pokal kegeln und besiegte Preussen II, gegen die wir zu Saisonbeginn noch eine empfindliche Niederlage hinnehmen mussten. Wir sind also gewarnt und erwarten ein schweres Spiel gegen die kampfstarken Gäste. Hinzu kommt unsere weiterhin extrem angespannte Personallage mit einem guten Dutzend verletzter oder angeschlagener Spieler. 

Um also die zwei Punkte in der Seelenbinderhalle zu halten, zählen wir auf Eure lautstarke Unterstützung! Anpfiff ist morgen (Sonntag) um 16 Uhr.


Roland Wendisch

Trainerkontakte

Roland Wendisch 
Telefon: 0163/6302068
Email: rw@sg-rotation-prenzlberg.de


Sven Grunow
Email: sg@sg-rotation-prenzlberg.de

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