Spielbericht vom 30.10.11 gegen ProSport 24 II
Endergebnis 29:23 (HZ: 17:13)
Gut gespielt und trotzdem verloren,
aber dieses Spiel verleiht Hoffnung – denn die Mannschaft zeigte nach der blamablen Niederlage im Pokalspiel gegen Adler12 im heutigen Spiel, wozu sie spielerisch in der Lage ist. In der Kabine gab es zunächst die Aufgabenstellung, endlich wieder attraktiven sowie aggressiven Handball zu spielen, die Köpfe unabhängig vom Spielstand freizulassen und Leidenschaft sowie vor allem Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit zu demonstrieren.
Was fehlt ist einfach das Erfolgserlebnis, zumal der deutliche Endstand zugunsten von ProSport nicht ganz den Spielverlauf widerspiegelt.
Erst die letzten 10 min entschieden das Spiel, als wir abermals einen (zum jetzigen Zeitpunkt noch nachvollziehbaren) konditionellen und kräftemäßigen Einbruch bekamen. Bis dahin stand das Spiel auf Messers Schneide.
Allerdings rannten wir mit Beginn der Partie einen Rückstand hinterher und schafften über die Zwischenstände 3:2, 5:4, 8:7 nur einmal den Ausgleich zum 9:9, ließen dann aber den Gegner wieder über ein 12:10 zum Halbzeitergebnis von 17:13 wegziehen.
Die Ursache für das ständige Hinterherlaufen des Rückstandes lag insbesondere diesmal im Abwehrbereich, die zwar gut in ihrem System stand, aber häufig zu einfache Fehler im individuellen Verhalten aufzeigte und auch zumeist trotz aggressivem Vorchecking entscheidende Finalpässe zuließ.
Die 2.Halbzeit war geprägt von einem Team, welches bis zum Ende nie aufgab und bis fast zum Schluss an der Hoffnung eines Punktgewinnes festhielt. Gestärkt von glänzenden Paraden unserer Anika im Tor, sehr guten Rückraumwürfen von Anke und Manuela, einer hervorragend spielgestaltenden Lena und insbesondere Katrin, die trotz fehlender Spielpraxis mit sieben Treffern eine fantastische Leistung brachte, verkürzte die Mannschaft bis zur 49. Minute auf ein hoffnungsvolles 24:22. Wir waren dran! Doch die letzten 10 min beraubten wir uns selbst der Hoffnung, eventuell den ersten Punkt mit nach Hause nehmen zu können.
Das Problem liegt, wie schon erwähnt, bei noch nicht ausreichenden Konditions- und Kraftreserven für eine Spieldauer von 60min, die zum Teil durch Verletzung, Krankheit und berufsbedingten Trainingsausfällen sich noch nicht vollständig kompensieren ließen. Doch wir wollen nach dieser mannschaftlichen Geschlossenheit nicht mit kritischer Bewertung einher halten. Die Mannschaft muss unbedingt auf diese Leistung aufbauen, weiter hartnäckig arbeiten und mit Geduld auf den ersten Punktgewinn hinarbeiten.
Ein Dank gilt auch an Melanie, Jana, Norma, Verena, Silvia und Judith, die ebenso ihren maßgeblichen Anteil an dem positiven Spiel hatten sowie auch unserem gefüllten „Lazarett“ , Freunden und Fans, die den Weg in die Halle gefunden und uns moralisch und lautstark unterstützt haben. Zum Schluss sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Schiedsrichterin Doris Gäblein, die die Begegnung allein leiten musste, eine wirklich sehr sehr gute Schiedsrichterleistung erbracht hat.
Es spielten: im Tor: Anika Weber
im Feld: Judith Napierkowski (1), Katrin Falkuß (7), Verena Thum,
Jana Vandamme, Lena Witzmann (1), Norma Nitschke (2)
Anke Urbansky (5), Manuela Thomas (6), Silvia Giese,
Angela Hübner n.e., Melanie Ulmer (1)
Uwe, Trainer 1.Frauen
Spielbericht Pokalspiel vom 23.10.11 gegen VGG Adler 12
Krankheitsbedingt startete die SG Prenzlauer Berg 1.Frauen mit acht Feldspielerinnen und einer Torwärtin. Beginnend zur ersten Halbzeit zeigte sich eine latent schwache Herangehensweise in das Pokalspiel. Zwar gingen wir mit 1:0 in Führung, merkten dann aber sehr früh, dass der Gegner eindeutig schneller in das Spielgeschehen herein fand als wir es schwerfällig vollbrachten.
Eine aggressive Deckung seitens der Gegner machten unsere Eins zu Eins-Versuche zu Nichte, der Ball konnte nicht „laufen“ und der Spielverlauf wurde erheblich gestört. Das Angriffsspielgeschehen stockte immer wieder, ein sauberer und abgeklärter Spielfluss konnte nicht vollzogen werden. Der Gegner konterte mit schnellen und flexiblen Angriffen auf 4:1. Mühsam wurde das zweite Tor errungen, doch der Gegner hielt seinen Standard aufrecht mit bissigem Spiel, schnellen und effektiven Wechseln vor unserer Abwehr und konterte leicht zum 7:3.
Unsere Deckung war nicht aggressiv genug, nicht leichtfüßig und der Gegner konnte innerhalb des Neun Meter Raumes sich den Ball locker zuspielen. Viele Tore gingen über die Außenpositionen ins Netz. Innerhalb der ersten Halbzeit fiel es uns schwerer als nötig den richtigen Spielfluss aufzubauen, aggressiv im Abwehr-sowie im Angriffsspiel zu sein und Möglichkeiten für einen gezielten Torwurf heraus zu arbeiten. Die 1. Halbzeit endete mit 13:7 für den Gegner.
Die zweite Halbzeit ließ die Motivation zu einer schöneren und vorallem erfolgreichen Spielweise zu. Der Trainer gab in der Kabine eingehende Tipps zur Spielverbesserung. Dennoch konnte nur mühsam in die zweite Halbzeit gestartet werden. Unsere missliche Lage wurde verstärkt durch das Schiedsrichtergespann welche offensichtlich und deutlich uns mehrere Zeitstrafen und für die Gegner daraus resultierenden Sieben Meter gaben. Unsere Angriffe wurden mit Zeitspiel bestraft, unsere dann endlich aggressivere Abwehr wurde ebenso rigeros abgepfiffen.
Wir holten auf 15:9 auf und kassierten direkt vier Tore in Folge. Die letzten 10 Spielminuten wurde noch mal aggressiv in der Deckung gearbeitet, im Angriffsspiel wurde ein 4:2 System gespielt um mehr Bewegung und Lücken in der Deckung zu ermöglichen. Uns gelang dann eine Reihe geglückter Torwürfe und das Spiel endete mit 19:13 für den Gegner.
Es spielten:
Anika Weber im Tor, Judith Napierkowski(2), Verena Thum(1), Jana Vardamme(1), Lena Witzmann(2), Norma Nitschke(4), Manuela Thomas(1), Kathrin Falkuß(1), Melanie Ulmer(1)
Spielbericht Frauen vom 17.09.2011 gegen SG TMBW
1. Punktspiel für die Frauenmannschaft an einem sonnigen Spätsommertag. Doch leider duplizierte sich das Wetter nicht auf unser Endergebnis, der Saisonbeginn begann mit einer Niederlage gegen einen sehr schweren, aber nicht unschlagbaren Gegner. Doch der Reihe nach.
Die Mannschaft begann das Spiel furios. Sämtliche taktischen Anweisungen wurden fantastisch umgesetzt, die Abwehr agierte im offensiven 5:1 System, übte aggressiven Druck auf den Gegner aus und ließ ihm im Spielaufbau kaum Möglichkeiten.
Nach sechs Minuten stand die Partie 4:1 für uns. Selbst der Gegner schien überrascht über die gute Spielweise. Was danach kam war allerdings ein völlig unerklärlicher Einbruch, ein Einbruch ohne eine sichtbare Umstellung der taktischen Vorgehensweise seitens unseres Gegners. Das bezieht sich allerdings nicht auf unsere Abwehrarbeit, den die blieb über die gesamte Spielzeit aggressiv und geordnet zugleich. Viel mehr schlichen sich im gut begonnenen Angriffsspiel massive Fehler ein, die Auslösehandlungen waren behaftet mit sehr vielen Fehlpässen und Fangfehlern, drucklosen und unpräzisen Würfen vom Aufbau sowie auch vielen Fehlwürfen über die Außenpositionen. Selbst die zwei uns zugesprochenen Siebenmeter fanden nicht den Weg ins Tor. Diese vermehrten Ballverluste führten folglich zu schnellen Kontern, die unser Gegner (trotz intensiver Vorwarnung durch eine erstellte Videoanalyse sowie auch in der taktischen Ausrichtung vor Spielbeginn) auf clevere Art und Weise zu nutzen wusste. TMBW überrannte uns ab der 7.Spielminute förmlich und zog bis zur 20. Minute von 4:1 auf ein 4:7 aus ihrer Sicht davon.
Es folgte ein notwendiges Team-Timeout, welches nur kurzzeitig in den Köpfen Verankerung fand. Unmittelbar nach diesem verkürzten wir auf 5:7 und machten allerdings damit auch unser zugleich letztes Tor in Halbzeit eins, die dann mit einer deutlichen Führung für SG TMBW beim 5:12 endete.
Die 2. Halbzeit waren wir dem Gegner ebenbürtig, konnten diese ausgeglichen gestalten und so zumindest die Tordifferenz aus Halbzeit 1 halten. Dies zeigt, das die Mannschaft in der Lage ist, spielerisch nicht nur gegen, sondern auch mitzuhalten zu können. Insbesondere ist sehr positiv anzumerken, dass sie sich nie aufgegeben und wirklich bis zur letzten Minute gekämpft und Einsatz gezeigt hat. An der Einstellung hat es also nicht gelegen. Für den Umbruch innerhalb des Teams werden wir weiterhin Zeit benötigen, insbesondere für die Verbesserung der spielerischen Abstimmung als auch bei der Chancenverwertung.
Uwe, Trainer 1.Frauen
Es spielten:
Judith Napierkowski (1) , Marlene Gräff (4), Verena Thum (1), Lena Witzmann, Norma Nitschke, Claudia Bäckmann (2), Anke Urbansky (8), Melanie Ulmer, Manuela Thomas (1/1), Angela Hübner
im Tor: Anika Weber, Svana Engelhardt
01.09.2011
„Südberliner Meisterschaft“
Am 28.08. nahm die Frauenmannschaft an der „Südberliner Meisterschaft“ teil, einem Turnier mit zwei teilnehmenden Landesligisten von NSF sowie dem SV Buckow und drei Verbandsligisten, einmal dem BFC Preussen, (aktueller Aufsteiger in die Verbandsliga), dem Ausrichter und auch späteren Turniersieger SG TMBW und unserer Frauenmannschaft, die den 4. Platz belegte. Doch zunächst gebührt besonderer Dank der SG TMBW, die uns zusätzlich (Aufgrund einer nicht ganz so schönen Absage von MTV Altlandsberg zum eigentlich geplanten Erlengrundcup), in ihr bereits geplantes Turnier aufnahm, den Ablauf neu organisieren musste und uns somit ein Turnier innerhalb der laufenden Saisonvorbereitung ermöglichte. Vielen Dank allen Beteiligten sowie auch den Schiedsrichtern für ihre durchweg guten Leistungen.
Wie ist nun dieser 4.Platz einzuschätzen, der mit einem knappen Sieg gegen NSF, einem Unentschieden gegen SV Buckow und 2 Niederlagen gegen die Verbandsligisten erreicht wurde – galt dieses Turnier doch als Standortbestimmung der laufenden Vorbereitung, der Förderung des Zusammenspiels und Integration von 4 neuen Spielerinnen, als auch der Einschätzung und Analyse individueller Spielstärken und Charaktere.
Diesbezüglich stand zunächst auch der Einsatz aller Spielerinnen im Vordergrund, sicherlich versehen mit unterschiedlichen Spielanteilen, bedingt durch Überhänge auf den Außen- sowie der Kreisposition und teilweiser Minderbesetzung des Rückraumes – jedoch nicht der Turniersieg!!!
Festzustellen ist, dass die Mannschaft noch nicht die Leistungsparameter aufweist, wie sie für den jetzigen Vorbereitungsstand erforderlich wären. Notwendige Kondition, insbesondere Schnelligkeitsausdauer, wiesen zum Teil erhebliche Defizite auf. Auch im technischen und taktischen Bereich ist ein deutliches Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft erkennbar. Dies gilt es in den kommenden Trainingseinheiten zu dezimieren, unter dem Aspekt, dass die Mehrheit der Spielerinnen für sich die Einsicht gewinnt, Mängel im Ausdauer- und Kraftbereich bis zum Saisonbeginn und darüber hinaus in Eigenregie abzustellen. Aber auch ein nahtloses Eingliedern von Wechselspielern in einen erfolgreichen Spielverlauf sowie die Übernahme von Verantwortung ist von immenser Notwendigkeit und wird wohl zum weiteren Baustein für die bevorstehenden Punktspiele. Charakteristisch hierfür war z.B. das Spiel gegen SV Buckow, welches zur Halbzeit noch 6:3 für uns stand und nach dem zweiten 15minütigen Abschnitt mit 7:7 endete.
Dass natürlich im Zusammenspiel gewisse Abstimmungsprobleme noch vorhanden sind, ist sicherlich den bereits genannten Gründe von Neuintegration sowie fehlender Hallenzeiten in der Vorbereitungsphase geschuldet.
Nicht unerwähnt sollen aber auch die guten Leistungen sein. Angefangen bei unseren Torfrauen Anika und Svana, die sich in guter Form präsentierten und uns oft mit guten Paraden vor größeren Rückständen bewahrten, ebenso Claudia und Lena, die durch den verletzungsbedingten Ausfall nach dem 2.Spiel von Marlene konditionell an ihre Grenzen gehen mussten, dabei durch Übernahme von Verantwortung, guter Wurfeffektivität und Spielgestaltung Dynamik ins Angriffsspiel brachten und auch in der Abwehr etliche Angriffsaktionen der Gegner zunichte machten.
Fazit: Selbstkritische Analysen mit einhergehender Motivation für zusätzliche individuelle Trainingseinheiten, aber auch Leidenschaft und Aggressivität sind unabdingbar, will die Mannschaft nicht wieder im Verlauf der kommenden Saison gegen den Abstieg spielen.
Uwe, Trainer 1.Frauen


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